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Äußert unangenehm ist die Hauterkrankung Krätze. Im Heim Aloisium in Hohenpolding ist sie schwer in den Griff z u bekommen. 

Pflegeheim Aloisium

Pflegeheim wird Krätze nicht los

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Im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding sind erneut Fälle der ansteckenden und stark juckenden Hautkrankheit Krätze aufgetreten. Dies bestätigte das Landratsamt am Mittwochabend unserer Zeitung.

Hohenpolding/Erding – Im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding sind erneut Fälle der ansteckenden und stark juckenden Hautkrankheit Krätze aufgetreten. Dies bestätigte das Landratsamt am Mittwochabend unserer Zeitung.

„Derzeit handelt es sich um drei erkrankte Personen, zwei davon in der Tagespflege sowie ein fester Bewohner“, berichtet Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Sämtliche diagnostizierte Fälle befinden sich ihren Angaben zufolge in medizinischer Behandlung. In der Regel bekommen die Patienten Cremes, so dass sich binnen kurzer Zeit nicht mehr ansteckend sind.

Zuletzt hatte die Erkrankung Skabies im Erdinger Land mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Die größte Welle wurde Ende September bemerkt. Insgesamt 22 Erkrankte registrierte das Gesundheitsamt – im Pflegeheim Aloisium, in einem Flüchtlingsheim sowie in einem Kindergarten, beide in Taufkirchen. Wenig später wurden fünf Ansteckungen im Klinikum Erding bekannt.

Landrat Martin Bayerstorfer hatte der Betreiberin des Hohenpoldinger Heims, der Aloisium Pflegemanagement AG mit Sitz in Forstern, Vorwürfe gemacht. Sie habe frühere Krätze-Fälle nicht an die Behörden gemeldet. Ans Licht soll das im Zuge der Massenerkrankung gekommen sein. Aloisium-Geschäftsführer Björn Michael hatte das entschieden zurückgewiesen.

Dennoch laufen Ermittlungen gegen Heim und Betreiber, bestätigte Fiebrandt-Kirmeyer. „Bezüglich der nicht veranlassten beziehungsweise nicht rechtzeitigen Meldung an das Gesundheitsamt wurde vom Fachbereich Verbraucherschutz ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren gegen die Hohenpoldinger Einrichtung eingeleitet“, so die Sprecherin.

Noch bis Ende dieses Monats läuft die Äußerungsfrist. Es werde „unter allen rechtlichen Gesichtspunkten ermittelt“. Das weitere Vorgehen, so Fiebrandt-Kirmeyer, werde nach Ablauf der Frist sowie nach Eingang der Anhörungsbögen abgewogen.

Krätze wird durch Körperkontakt übertragen, allerdings muss er lang und eng sein. Händeschütteln ist eher ungefährlich

 HANS MORITZ

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