Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

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Kritik an Discountern: Für den VVG-Vorstandsvorsitzenden Hubert Mayer wird zuviel Druck auf die Bauern ausgeübt. 

Viehvermarktungsgenossenschaft

Preisverfall durch „knüppelharten Wettbewerb“

Die Viehvermarktungsgenossenschaft (VVG) Oberbayern-Schwaben hat Mitglieder, Lieferanten und Kunden bei einem Treffen im Gasthaus „Zur Linde“ in Hohenpolding über die Entwicklung im vergangenen Jahr informiert.

Von  Florian Holzner

Hohenpolding – Vorstandsvorsitzender Hubert Mayer fasste das vergangene als ein schwieriges Jahr zusammen. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hätten ihren Anteil am schlechten Preisniveau 2016.

In seinem Geschäftsbericht präsentierte Mayer die Vermarktungszahlen des vergangenen Jahres. 110 000 Rinder schlachtete die VVG Oberbayern Schwaben, 1200 davon waren Bio-Rinder. Knapp 586 000 Schweine wurden vermarktet. Damit stieg der Gesamtumsatz, wie in den vergangenen fünf Jahren. Erwirtschaftete die VVG 2011 noch 173 Millionen Euro, wurde 2016 eine Summe von 215 Millionen Euro erzielt.

Schlachthöfe in Bayern seien massiv umstrukturiert worden, was zwar zu Schwierigkeiten geführt habe, zugleich aber die Zukunftsfähigkeit garantiere. sagte Mayer. Was den Verkauf betreffe, lieferten sich der Lebensmitteleinzelhandel, also Supermarktketten wie Aldi, Lidl oder Tengelmann einen „knüppelharten Wettbewerb“. Dennoch konnte Mayer dem momentanen Marketing etwas Positives abgewinnen. Durch die hohe Nachfrage an regionalen Produkten, werde die „Marke Bayern“ gestärkt. Allerdings würden die Landwirte davon nicht profitieren. Denn ein Vergleich zeige den starken Preisverfall über die vergangenen 60 Jahre hinweg. Sei in den 50er Jahren noch etwa die Hälfte des Lebensmittelpreises beim Bauern angekommen, so sei es heute nurmehr ein Viertel.

Mayer kritisierte den Lebensmittelhandel, der immer stärker in die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse eingreifen wolle und mit seinen Vorgaben an die Bauern sogar politische Vorgaben übersteige. Von der Politik verlangte der Vorsitzende „zuverlässige Rahmenbedingungen, um auf dem Weltmarkt bestehen zu können“. Der Export ins Ausland sei daher von großem Interesse, da in Deutschland viele Teile von Rind oder Schwein üblicherweise nicht verzehrt würden. Ein „starker Wind“ bliese den Viehvermarktern mittlerweile von Seiten der Verbraucher entgegen. Naturverträglichkeit und Tierwohl würden gefordert, immer mehr entschieden sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung.

Im nachfolgenden Vortrag von Franz Mitterberger über die Vermarktung von Schweinen wurden solche Ernährungsphilosophien kritisch hinterfragt, in dem er ein Schnitzel, zu 100 Prozent aus Schwein, einem Fleischersatzprodukt mit einer langen Liste an chemischen Zutaten gegenüberstellte.

Zwischen den Vorträgen wurden die Vertreter für die Wahlkreise Erding gewählt. Für Erding sprechen in Zukunft Georg Fertl, Gerhard Salzeder, Stephan Bachmayer, Michael Posch, Manfred Gäch, Stefan Mayr, Georg Renner und Michael Rappold.

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