Haushalt Hohenpolding

Steuerquellen sprudeln unerwartet stark

Trotz hoher Ausgaben wird in Hohenpolding weiterhin gut gewirtschaftet. Dies geht aus der Jahresrechnung 2016 und dem Zwischenbericht für 2017 hervor.

Hohenpolding – Als Gemeindekämmerer Karlheinz Miksch den Gemeinderäten bei ihrer jüngsten Sitzung die aktuellen Zahlen aus dem Haushalt vorlegte, wirkte er zufrieden. War er doch mit einer Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von rund 335 000 Euro ausgegangen. Tatsächlich konnte man den Ansatz um 219 419 Euro überschreiten und insgesamt 554 081 Euro zuführen. Als allgemeine Rücklage konnte die Gemeinde 776 815 Euro verbuchen. Kalkuliert waren keine Rücklagen.

Zu erklären ist das positive Ergebnis vor allem mit einer deutlichen Steigerung bei der Gewerbe- und Einkommensteuer. War bei der Gewerbesteuer noch mit 330 000 Euro kalkuliert worden, so betrug der tatsächlich eingenommene Betrag 371 654 Euro, ein Plus von fast 42 000 Euro. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich aus Sicht der Gemeinde die Einkommensteuerbeteiligung. Angesetzt waren 685 150 Euro, tatsächlich aber wurden 704 612 Euro und somit mehr als 19 000 Euro eingenommen. Die Haushaltsschulden beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 1,55 Millionen. Schulden getilgt wurden 1,13 Millionen Euro.

Auch die Ergebnisse der jährlichen Rechnungsprüfung wurden präsentiert. Der Gemeinderat sprach sich für die obligatorische Entlastung zur Jahresrechnung aus.

Auch der Zwischenbericht für das laufende Kalenderjahr fällt sehr positiv aus. Bei der Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt hatte man mit rund 516 000 Euro kalkuliert. Das zu erwartende Ergebnis aber liege bei 721 000 Euro, ein Plus von über 115 000 Euro. Auch dies liege an gesteigerten Steuereinnahmen. So war bei der Gewerbesteuer ein Betrag von 420 000 Euro für das gesamte Jahr kalkuliert. Tatsächlich aber hat die Gemeinde bis dato knapp 589 000 Euro eingenommen. Schon jetzt sei der Ansatz um 168 672 Euro überschritten. Bei der Einkommensteuerbeteiligung ist ebenfalls von Mehreinnahmen auszugehen. Kalkuliert hatte Miksch mit 745 477 Euro, das zu erwartende Ergebnis liege bei 782 000 Euro und ist somit um fast 37 000 Euro höher als geplant.

Im ersten Quartal des Jahres seien 195 464 Euro auf dem Gemeindekonto eingegangen. Mittlerweile belaufe sich der Kontostand der Gemeinde auf 812 944 Euro. Insgesamt sei eine Rücklagenentnahme von 243 000 Euro geplant. Auch die Schulden konnten so weiter reduziert werden. Zum 31. März beliefen sich diese auf 1,52 Millionen Euro. Insgesamt sollen in diesem Jahr 127 886 Euro getilgt werden. Mit den bisherigen Zahlen befinde sich die Gemeinde Hohenpolding laut Miksch im Einklang mit den Planungen.

Tobi Fischbeck

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