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Holzbildhauersymposium: Im Meindl-Park heulen die Motorsägen

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Das Konzept des Symposiums präsentierten (v. l.) Wolfgang Fritz, Hans Wiesmaier und Siegfried Fischer.  foto: ahu
Das Konzept des Symposiums präsentierten (v. l.) Wolfgang Fritz, Hans Wiesmaier und Siegfried Fischer. foto: ahu

Isen - Sieben Holzbildhauer werden vom Mittwoch, 6. bis Samstag, 16. Mai 2015, in Isen die Motorsägen heulen lassen.

Mit der Präsentation des Konzepts durch den künstlerischen Leiter Wolfgang Fritz, den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags Hans Wiesmaier sowie den Bürgermeistern Siegfried Fischer und Eva Pfennig ist gestern im Isener Rathaus der Startschuss für das zweite Holzbildhauersymposium „Mitten im Ort“ gefallen.

Noch steht nicht fest, welcher Künstler welcher Gemeinde zugeteilt sein wird. Denn die Werkstücke sollen sich nicht nur auf die sieben beteiligten Orte beziehen, neben Isen und Dorfen sind das Buch am Buchrain, Forstern, Lengdorf, Pastetten und St. Wolfgang, was eine intensive Auseinandersetzung der Künstler mit den Kommunen voraussetzt. Die Skulpturen treten, wie schon beim ersten Symposium in Wartenberg 2013, nach ihrer Fertigstellung den Weg in die jeweilige Gemeinde an, wo sie dauerhaft aufgestellt werden.

„Der Standort spielt eine wichtige Rolle“, erklärte Fritz, der selbst unter den ausführenden Künstlern ist. „Ich freu mich schon jetzt auf die spannende Aktion“. Auch Fischer unterstrich die Bedeutung der richtigen Platzierung der Kunstobjekte. „Es soll nicht so sein, dass die Gemeinden zu einer günstigen Skulptur vors Rathaus kommen“. Vielmehr müsse der künftige Standort gemeinsam gefunden werden, sagte er.

Werkplatz der Bildhauer wird der so genannte Meindl-Park sein. „Wir sind überzeugt, dass sich der Park hervorragend eignet“, so Fischer. Das „Herzstück der Gemeinde“ verfüge zum einem über die nötigen infrastrukturellen Einrichtungen und sei zudem zentral, aber dennoch geschützt gelegen.

Die Kosten für die Veranstaltung, die von Markt Isen, Gemeindetag, Erding Tourist und wohl nach auch erstmals vom Landkreis getragen wird, belaufen sich auf 40 000 bis 50 000 Euro. Sponsoren und so genannte Skulpturpaten werden deshalb gesucht. Erste Anträge zur Kulturförderung hat die Kommune bereits gestellt.

Zwei wichtige Rollen kämen der Aktion zu, bekräftigten Künstler und Politiker. So biete sie den Bürgern des östlichen Landkreises die hautnahe Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst. Eine Gelegenheit, die, wie Fritz erklärte, beim ersten Symposium, das er bewusst als offene und gesellige Veranstaltung verstanden haben will, gut genutzt worden sei. Auch Wiesmaier schätzt das Symposium, „bei dem man zuschauen kann, wie Kunst entsteht“, wegen des möglichen Dialogs zwischen Künstlern und Bürgern. Darüber hinaus könne es, siehe den dadurch entstehenden Radwanderweg „SkulpTour“, dem Zusammenhang zwischen den Gemeinden dienen.

Das Symposium soll durch ein Rahmenprogramm ergänzt werden, das von Gruppen oder Einzelpersonen aus den beteiligten Gemeinden bestritten werden soll. Verantwortlich für die Organisation sind Vizebürgermeisterin Eva Pfennig, Kulturreferentin Kornelia Angermaier und Gemeinderat Albert Zimmerer. Das Material soll von der Waldbesitzervereinigung Erding bezogen werden. Ein Logo, das der Markt Isen in Auftrag gegeben hat, will für Identität und Wiedererkennungswert der Veranstaltung sorgen.

Die Künstler:

Wolfgang Fritz, Oberding; Genoveva Liegl, Pastetten, Martina Kreitmeier, Altfrauenhofen; Andres Klimbacher, Lichtenfels/Österreich; Karl-Anton Mathis, Hohenems/Österreich; Steffen Mertens, Cottbus und Thorsten Schütt, Friedburg-Horsten. Fritz und Liegl haben bereits am 2013er Symposium teilgenommen.

Anne Huber

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