Gegen Wildwuchs bei Windkraftanlagen

Kirchberg - Die Gemeinde Kirchberg will einem Wildwuchs von Windkraftanlagen vorbeugen.

Einheitliche Richtlinien, etwa die Abstände zur Wohnbebauung betreffend oder die Zulässigkeit der Bebauung von Windkraftanlagen in Erholungs- oder geschützen Gebieten, sollen durch den gemeinsamen Teilflächennutzungsplan für Windkraftanlagen festgesetzt werden, erklärte Kirchbergs Bürgermeister Hans Grandinger im Gemeinderat. Deshalb bat er das Gremium um den Grundsatzbeschluss, ob die Gemeinde dieser Landkreislösung und der Arbeitsgruppe beitreten und einen Vertreter entsenden wolle.

Mit dem gemeindeübergreifenden Gesamtnutzungsplan auf Landkreisebene wolle man den Wildwuchs entgegenhalten, wobei die Planungshoheit bei den Gemeinden bleibe. „Ich sehe schon auch, dass wir dem ganzen Wildwuchs vorgreifen müssen und eine Verspargelung verhindern sollten“, meinte Grandinger. „Beteiligen wir uns an dem Teilflächennutzungsplan oder wollen wir es selber machen?“, fragte er in die Runde. Letzteres bedeute zusätzlichen Aufwand und Kosten, die Landkreislösung sei auf alle Fälle günstiger, betonte er.

Georg Grichtmaier wollte wissen, ob die Gemeinde dann Eigentümer der ausgewiesenen Flächen werde und ein potentieller Betreiber solcher Anlagen den Grunderwerb für die ausgewiesenen Flächen machen müsse. Grandinger antwortete, dass der Betreiber sich mit dem Grundstücksbesitzer einigen müsse, ob er die Fläche pachten oder kaufen wolle. Die Gemeinde werde nicht Grundstückseigentümer werden. Falls es diese Planung aber nicht für Kirchberg gebe, „können x-beliebte Anlangen errichtet werden, wenn die Auflagen erfüllt werden“.

Das Zeitfenster der Planung werde wohl zwei Monate betragen, schätzte er. Schließlich stimmte das Gremium geschlossen für die Landkreislösung und für Thomas Eibl, Mitarbeiter des Bauamtes der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen, als ihren Vertreter für die Arbeitsgruppe. (mel)

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