Stolz auf die gemeinsame Leistung: Vorsitzender Barthl Pfanzelt (r.) legt eine erfreuliche Jahresbilanz vor. Foto: mel

„Es geht nur durch Fleiß, Zusammenhalt und Spenden“

Schröding - Schuldenfrei steht der Oldtimerverein Kirchberg da. Nicht ohne Stolz trug Kassierin Karin Rott bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Müller in Schröding das beachtliche Zahlenwerk vor.

Der Verein mit seinen 350 Mitgliedern muss jährlich sehr viel stemmen. „Wir sind der einzige Verein in der ganzen VG, der Steuern zahlt wie jeder Betrieb“, meinte sie.

Denn mit dem Bau des Heimatmuseums Thal arbeite der Verein auch wie ein Betrieb. Fast 38 000 Euro wurden in den vergangenen beiden Jahren für den Kapellenbau investiert, ohne Materialspenden, erklärte Rott. „Unser großes Ziel war: Die Kapelle muss sich selber finanzieren.“ Und das sei auch geschafft worden. Dank der vielen freiwilligen Helfer und 33 500 Euro an Spenden konnte das kleine Gotteshaus ohne Schulden errichtet werden.

Der Unterhalt des Museums kostet natürlich auch Geld. So müssten heuer einige marode Fensterläden für rund 5000 Euro erneuert und eine neue Spülanlage für die Feste für weitere 1000 Euro angeschafft werden, erklärte Rott.

Auch Vorsitzender Barthl Pfanzelt freute sich über die Jahresbilanz. Als mit dem Museumsbau vor sieben Jahren begonnen wurde, habe der Verein ganze 16 000 Euro auf dem Konto gehabt. Mittlerweile sei der Versicherungswert bei den Gebäuden auf 700 000 Euro gestiegen, ohne Kapelle. Für den Bau sei allein der Arbeitsaufwand so groß wie beim Bau eines Einfamilienhauses gewesen. Das wurde alles vom Verein geleistet, betonte er: „Es geht nur durch Fleiß, Zusammenhalt und Spenden von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern.“ Der ganze Verein dürfe stolz auf diese Leistung sein. Umso mehr, als Begeisterung und Resonanz in der Bevölkerung sowie bei den Besuchern einmalig seien. Die im Vorjahr angedachte Beitragserhöhung sei nun nicht nötig und man könne bei 10 Euro pro Jahr bleiben.

Allerdings müsse jetzt gespart werden. Denn die Oldtimerfreunde beabsichtigen, das Museumsgrundstück zu erwerben. Momentan haben sie es auf Erbpacht gemietet. Deshalb suchen die Mitglieder jetzt nach einem Tauschgrundstück von etwa 10 000 Quadratmetern Größe im Umkreis von fünf Kilometern. Eine kleine Reserve brauche der Club für den Betrieb und den Unterhalt der ganzen Anlage.

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