Stein(e) des Anstoßes: Die Treppe zum Friedhof ist für Rollstuhlfahrer unüberwindbar. F.: klk

"Geldverschwendung": Gemeinderäte üben Kritik am Umbau des Kirchenaufgangs

Kirchberg - Gemeinderat und Bürgermeister in Kirchberg wollen sich nicht mit dem zufriedengeben, was bei der Planung des neuen Aufgangs zur Kirche und zum Friedhof vom Dorfplatz in Schröding her heraus gekommen ist.

Das ursprüngliche Ziel, einen behinderten- und rollstuhlfahrergerechten Aufgang zu schaffen, ist nämlich nicht erreicht worden.

Um einen solchen zu realisieren, hätte es Rampen bedurft, die höchstens sechs Prozent Steigung aufweisen. Bürgermeister Hans Grandinger musste aber dem Gemeinderat berichten, dass sich das als technisch unmöglich erwiesen habe. Bauherrin sei die katholische Kirchengemeinde, die politische Gemeinde habe hier wenig Einflussmöglichkeiten. Auch die Kirchenverwaltung sei nicht begeistert gewesen, wusste er weiter zu berichten.

Um den Höhenunterschied zwischen Dorfplatz und Friedhof zu überwinden, habe der Planer jetzt so genannte Fahrstufen aus Granit mit acht Zentimetern Höhe eingeplant. Rollstuhlfahrer, das wurde sehr schnell klar, können diese nur mit fremder Hilfe überwinden. Der Gemeinderat war sich einig, dass noch einmal Gespräche geführt werden sollten, ob nicht doch eine bessere Lösung möglich sei. So jedenfalls kritisierten nicht wenige die jetzt vorgestellte Planung als „Geldverschwendung“.

Das Kriegerdenkmal wird für die Bauzeit auf jeden Fall entfernt werden müssen. Die Frage, ob es überhaupt einen neuen Standplatz erhalten soll, ist noch nicht geklärt. Bürgermeister Grandinger erklärte dazu auch, dass die Gemeinde dafür auch noch reichlich Zeit habe. In der Sitzung des Gemeinderates kann zudem heraus, dass noch nicht einmal ganz klar ist, wer eigentlich Eigentümer dieses Denkmals sei. Auch diese Frage muss erst noch beantwortet werden, bevor eine endgültige Entscheidung über den Standort fällt.

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