Zukunftsmusik: So wie hier in der Schwäbischen Alb könnte es bald in Schröding aussehen. Foto: ddp-mm

Neue Windkraftanlage: Betreiber Nagl wähnt sich am Ziel

Schröding - Herbert Nagl aus Schröding scheint am Ziel: Wie er auf Nachfrage erzählt, habe er nun die mündliche Zusage erhalten, dass einer Genehmigung für seine geplante Windkraftanlage nichts mehr im Wege stehe.

„Das Schreiben muss jeden Tag kommen“, freut er sich, und setzt hinzu: „Nur wird die Anlage jetzt höher: Statt der zunächst geplanten 16 Meter werden es 30.“

Der Gemeinderat hatte bereits für die erste Planung grünes Licht gegeben, und das Landratsamt habe sich „sehr kooperativ“ verhalten, lobt der Unternehmer die Behörde. Ein Fragezeichen müsse er allerdings noch machen: Es stünden noch die Windmessungen aus. Diese seien notwendig, weil ohne diese keine verlässliche Aussage über die Wirtschaftlichkeit einer solchen Investition gemacht werden könne. Wenn die Windmessungen die gewünschten Ergebnisse bringen, werde er noch in diesem Jahr an die Realisierung gehen, kündigt er an. Im Gespräch mit der Heimatzeitung zeigt er sich jedenfalls voller Tatendrang: „Es passiert ja so viel auf diesem Markt, das ist ja der Wahnsinn“, sagt Nagl.

Ein wesentliches Problem, das anderswo immer wieder zu Widerständen gegen Windkraftanlagen führt, konnte Nagl bereits im vergangenen Sommer klären: Die angebliche oder tatsächliche Geräuschentwicklung. Das nahegelegene Wohngebiet „Schröding Ost“ ist als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, und die von ihm bereits durchgeführten Untersuchungen haben seinem Bericht zufolge ergeben, dass seine Windräder im Extremfall 39 Dezibel erzeugen, was unterhalb dessen liegt, was nachts in einem allgemeinen Wohngebiet sein darf. Die allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum Bundesimmissionsschutzgesetz vom November 2006 weisen nämlich aus, dass es ein Wert von maximal 40 Dezibel sein dürfe.

Auch interessant

Kommentare