Ideen rund ums Stahl-Museum

Erding - Vorschläge, wie die Umgebung des Franz-Xaver-Stahls gestaltet werden kann, will die Stadt Erding bei einem Wettbewerb sammeln.

Für das Franz-Xaver-Stahl-Museum an der Landshuter Straße und den Großparkplatz Am Mühlgraben schreibt die Stadt einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus. Zudem soll ein Bebauungsplan den Bereich neu ordnen. So sollen unterschiedlichste Lösungsansätze entwickelt werden. Den Wettbewerb wird das Büro Oberpriller Architekten aus Hörmannsdorf betreuen. Es hatte mit 23 400 Euro das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben.

Ein Aspekt sei die Parkplatz-Situation am Museum, erklärte Lolita Liening vom Stadtplanungsamt. Diese soll neu gestaltet werden und auch Busse einschließen, die am Museum vorfahren. Außerdem ist eine Verbindung über den Großparkplatz zum Stahl-Haus geplant.

Die Stadträte im Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (STUVA) hatten grundsätzlich nichts dagegen. Allerdings erinnerte Günther Kuhn (Grüne) an einen Jahre zurückliegenden Antrag seiner Fraktion, für das Mayr-Wirt-Areal einen ebensolchen Ideenwettbewerb auszuschreiben. „Wenn jetzt wieder Kapazitäten im Bauamt frei sind, erscheint mir das wesentlich vorrangiger als das hier“, sagte er und eröffnete eine Diskussion.

Gotz verwies auf die „eindeutige Beschlusslage“ zum Mayr-Wirt-Areal, „an der wir uns orientieren“. Bekanntlich hatte die Stadt das Grundstück vor einigen Jahren gekauft. Derzeit betreibt sie hinter dem Hotel und Gasthaus einen Parkplatz, der gut frequentiert ist. Das Gasthaus soll einmal abgerissen und in einem Neubau wieder eingeplant werden.

Gotz deutete an, „dass wir vermutlich auch sicherlich in diesem Jahr noch Bewegung rein bekommen“. Hans Egger (Erding Jetzt) war diese Aussage zu wenig. „Wir wollen frühzeitig eingebunden werden in das Konzept.“ Jakob Mittermeier (CSU) sagte, „solange wir nicht wissen, wer dort investiert, brauchen wir keinen Wettbewerb“. Für Egger ist das die falsche Reihenfolge: „Richtig wäre zuerst: Was kommt rein?“ Die Gaststätte und eventuell ein Supermarkt seien bloß ein kleiner Teil des Areals. „Die Nutzung ist das Erste, damit muss sich der Investor erst mal abfinden“, so Egger.

Gotz mahnte: „Wir dürfen nicht den gleichen Fehler wiederholen und uns in eine Richtung bewegen, ohne dass vorher die Nutzung feststeht, wie bei der Stiftung.“ Damit meinte er das Bräuhausviertel zwischen Münchener und Haager Straße. (Gabi Zierz)

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