Das Rathaus der VG Oberneuching (l.) stößt langsam an seine Kapazitätsgrenzen. Raumreserven müssen mobilisiert werden. Die Verkehrsüberwachung etwa zieht in freie Räume im benachbarten Kindergarten (r.) um.
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Das Rathaus der VG Oberneuching (l.) stößt langsam an seine Kapazitätsgrenzen. Raumreserven müssen mobilisiert werden. Die Verkehrsüberwachung etwa zieht in freie Räume im benachbarten Kindergarten (r.) um.

„Alle arbeiten am Limit“ – Mehr Personal bedeutet aber auch mehr Platzbedarf

VG Oberneuching: Im Rathaus wird’s allmählich eng

Stühlerücken und Schreibtische verschieben im Rathaus der VG Oberneuching: Es wird langsam, aber sicher kuschelig, Raumreserven müssen mobilisiert werden, und die sind glücklicherweise da – noch.

Oberneuching – Von einem Rathausneubau – an das denkmalgeschützte Gebäude kann technisch wie denkmalschutzrechtlich nicht angebaut werden – wollte VG-Chefin und Ottenhofens Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) im Gespräch der Heimatzeitung erst mal noch nichts wissen. Sie hatte aber in der Sitzung des Ottenhofener Finanzausschusses die undankbare Aufgabe, dem Gremium zu erklären, warum die Ausgaben für die VG-Umlage so deutlich steigen. Das Personal müsse dringend ausgeweitet werden. „Alle arbeiten am Limit“, klagte sie.

VG Oberneuching: Die Aufgaben werden immer mehr

Dieter Effkemann (FW) waren die steigenden Kosten sauer aufgestoßen. Schley darauf: „Wenn die Aufgaben immer mehr werden, schon wegen der explodierenden Dokumentationspflichten, dann kommt man an Grenzen.“ Eine mögliche Ursache hatte sie auch schon ausgemacht: „Alles muss abgesichert werden, und es darf nicht sein, dass wir das auf dem Rücken der Mitarbeiter austragen.“ Gefühlt werde gegen jeden zweiten Bescheid Widerspruch eingelegt, wovon die Hälfte die Gerichte beschäftigen würde, die dann wiederum gefühlt der Hälfte auch noch Recht gäben. „Dann musst du dich einfach absichern, und das kostet unglaublich viel Zeit.“

Im Gespräch mit unserer Zeitung räumte Schley sogar Fehler ein, die dem enormen Arbeitsdruck geschuldet seien, und stellte fest: „Das geht einfach nicht so weiter.“ Die VG-Versammlung habe jetzt die Stelle eines Technikers ausgeschrieben, der die Aufgabe habe, unter anderem die Ausschreibungen zu betreuen. Das werde Entlastung bringen.

Mit dem Platzproblem ist die VG Oberneuching nicht allein

Diese Mitarbeiterin oder dieser Mitarbeiter ist also noch nicht gefunden, braucht aber einen Schreibtisch samt Computer. Damit wird die Raumfrage akut. Andernorts wie etwa in Steinkirchen im Holzland ist das gerade mal zehn Jahre alte Rathaus langsam schon zu klein, in Forstern schaut es ähnlich aus. Die VG Oberneuching ist mit diesem Problem also nicht allein.

In Oberneuching weiß man sich nach den Worten Schleys aber (noch) zu helfen. Im Einwohnermeldeamt konnte ein Einzelbüro in einem ehemaligen Kopierraum untergebracht werden. Das habe auch für den Publikumsverkehr viel gebracht. Einige Büros seien groß genug für zwei Schreibtische, aktuell aber nur von einer Person besetzt. Die Verkehrsüberwachung könne ins benachbarte Kindergartengebäude umziehen. Das sei vor allem machbar, weil die Verkehrsüberwachung nur selten im Rathaus sei.

Klaus Kuhn

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