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Immer mehr Menschen brauchen Hilfe

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Hilde Mittermaier
ist Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe.
Hilde Mittermaier ist Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe.

Dorfen - Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung. Fast 5000 Stunden waren die Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe Dorfen 2013 für hilfsbedürftigte Menschen im Einsatz. Vor allem bei der Tafel holen sich immer mehr Dorfener Lebensmittel.

Es sind Zahlen, die beeindrucken, die aber auch zeigen, dass immer mehr Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft auf der Strecke bleiben. Vor allem die Dorfener Tafel beweist das. Im Durchschnitt kommen wöchentlich an die 40 Familien zur Ausgabestelle der Tafel, um sich Lebensmittel abzuholen, zieht Hilde Mittermaier, die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Bilanz. Es sind Rentnerinnen und Rentner, alleinerziehende Mütter und Hartz-IV-Empfänger, die bei Feststellung der Bedürftigkeit im Sozialamt Dorfen eine Berechtigungskarte zum Bezug von Lebensmitteln bei der Dorfener Tafel bekommen. Die 33 aktiven Helfer haben 2700 Stunden unentgeltlich gearbeitet, um die Organisation und den Betrieb der wöchentlichen Lebensmittel-Ausgaben zu bewerkstelligen. 20 regelmäßige Spender gibt es mittlerweile, die wöchentlich angefahren werden, um die Lebensmittel einzusammeln. Gespendet werden Backwaren, Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fertigprodukte, Süßwaren, Fleisch und Fisch. Die Haltbarkeit der gespendeten Waren steht meist kurz vor dem Ablauf.

Im Bereich Nachbarschaftliche Hilfe sind 25 Vereinsmitglieder aktiv. Sie leisteten hier insgesamt 1064 Stunden. Im Einzelnen sind das in der Familienhilfe 155 Stunden, bei der Seniorenbetreuung 425 Stunden. An 105 Stunden wurden Krankenbesuche durchgeführt, für Putzen und Sonstiges wurden 79 Stunden aufgewendet, 93 Stunden lang wurden Kinder betreut. 207 Stunden wurden für Fahrdienste registriert. „Vor allem die Betreuung älterer Menschen nimmt zu, sie nehmen auch vermehrt Fahrdienste in Anspruch“, berichtet Mittermaier.

Immer größer werden auch die Aufgaben des Helferkreis Demenz. Zwölf Helfer waren im Einsatz und übernahmen für 1085 Stunden die Betreuung demenzkranker Angehöriger in der häuslichen Umgebung. Dadurch haben die pflegenden Angehörigen etwas freie Zeit für sich bekommen.

Erfreulich: Die Zahl der Mitglieder der Nachbarschaftshilfe ist gestiegen. Von den 91 Mitgliedern sind 10 Personen Neumitglieder und 23 Personen Fördermitglieder. Etwa 70 Mitglieder waren aktiv als Helferin oder Helfer tätig.

Regelmäßig bilden sich die Helferinnen und Helfer weiter. Monatliche Besprechungen werden durchgeführt, bei denen Organisation, Einsatz und Probleme erörtert werden. Fachliche Fortbildungen sind gerade für die Mitstreiter des Helferkreis Demenz notwendig. Darüber hinaus werden immer wieder auch die Kenntnisse in Erster Hilfe aufgefrischt. Doch auch die Geselligkeit ist wichtig, damit die Helferinnen und Helfer sich auch austauschen können. Gelegenheit dazu gibt es etwa beim Volksfestbesuch, beim Sommerfest oder das Jahresabschlussessen.

Mittermaier nutzte die Gelegenheit bei der Mitgliederversammlung, um allen Helferinnen und Helfern „für die Treue, die Zuverlässigkeit und den unermüdlichen Einsatz“ zu danken. Dankbar ist die Nachbarschaftshilfe aber auch für die Unterstützung durch Pfarrer Johann Eschbaumer und Bürgermeister Heinz Grundner und der Stadtverwaltung.

„Die Arbeit mit den bisherigen Bereichen wird weitergehen und sicherlich vermehrt in Anspruch genommen werden“, sagte Mittermaier in ihrem Ausblick. Damit seien Herausforderungen verbunden, „die rechtzeitig bedacht werden müssen“. Das Motto für die NBH-Vorsitzende: „Nicht nur reden, sondern gemeinsam handeln.“ Die Nachbarschaftshilfe schaffe damit ein zuverlässiges Angebot für Menschen in Notsituationen.

Anton Renner

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