Junge Fans: Andreas Zimme r mit Kindern beim „March of Roses“ in Ansbach. Foto: Privat

HEBAMMEN-MANGEL

Bayernpartei-Kandidat Zimmer für natürliche Geburt

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Beim „March of Roses“ in Ansbach haben knapp 100 Teilnehmer ein Zeichen gegen die Missstände in der Geburtshilfe gesetzt. Mit dabei war der Inninger Andreas Zimmer.

Inning/Ansbach – Der Bundestagsdirektkandidat der Bayernpartei hat bei einer Rede heftige Kritik an Bundesregierung und Krankenkassen geübt.

„Uns ist nicht egal, wie unsere Kinder geboren werden“, sagte Zimmer. Für ihn ist es erschreckend, dass in Deutschland die Anzahl natürlicher Geburten „unter zehn Prozent gesunken ist“. Aufgrund enorm steigender Versicherungsbeiträge und ständig zunehmender Einsparmaßnahmen sei der Hebammen-Mangel schon jetzt eklatant. „Ohne Hebammen haben Mütter keinen Rückhalt, keine Stütze mehr“, konstatierte Zimmer. Und das alles nur wegen Einsparmaßnahmen. Dadurch werde das Kostbarste, „eine natürliche und gesunde Geburt, aufgegeben“. „Wir brauchen Hebammen, die fachlich bestens ausgebildet sind. Selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt heißt nicht, dass die Frau auf sich alleine gestellt ist“, sagte Zimmer.

Heftige Kritik übte der Bayernpartei-Kandidat an Ärzten, die behaupteten, eine natürliche Geburt sei nicht zu verantworten. Und auch die Bundesregierung kritisierte Zimmer. „Berlin macht nichts gegen die steigenden Haftpflichtversicherungen, nichts gegen die schlechte Bezahlung der Hebammen. Das ist eindeutig der falsche Weg.“

Obwohl die Krankenkassen zu Jahresbeginn 1,4 Milliarden Überschuss verzeichnet hätten, wäre kein Geld für Hebammen da. Zimmer: „Das kann nicht sein. Eine natürliche Geburt ist eindeutig besser für Gesundheit von Mutter und Kind. Gebraucht werden gute Hebammen, die nicht unter Stress stehen. Hebammen müssen entspannt und ruhig arbeiten können.“ 

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