An der Frauenquote hat sich im Inninger Gemeinderat nichts verändert. Neben Bürgermeisterin Michaela Mühlen sitzt nur eine Frau im Gremium. Allerdings holte sie die meisten Stimmen.
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Michaela Mühlen, 41, Sozialpädagogin und Familientherapeutin, zweite Amtszeit als Bürgermeisterin
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Maria Tristl, 52, Kinderpflegerin, 614 Stimmen, 18 Jahre im GR
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Zeno Heller, 63, Versicherungsangestellter i.R., 495 Stimmen, 30 Jahre im GR
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Josef Fenk, 57, Bankkaufmann, 583 Stimmen, 24 Jahre im GR
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Andreas Niederreiter, 50, Bautechniker, 394 Stimmen, neu
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Matthias Osterloher, 36, Maurermeister und Bautechniker, sechs Jahre im GR
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Dr. Josef Selmair, 66, Tierarzt, 503 Stimmen, sechs Jahre im GR
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Matthias Huber, 65, Maurermeister, 529 Stimmen, 24 Jahre im GR

Elf von zwölf Räten sind Männer

Gemeinderat Inning: Frauenquote bleibt konstant niedrig

An der Frauenquote hat sich im Inninger Gemeinderat nichts verändert. Neben Bürgermeisterin Michaela Mühlen sitzt nur eine Frau im Gremium. Allerdings holte sie die meisten Stimmen.

Inning – Wie bisher wird auch in den kommenden sechs Jahren – neben Bürgermeisterin Michaela Mühlen – nur eine Frau im Inninger Gemeinderat sitzen. Die hat allerdings, gemessen am Wahlergebnis, den größten Rückhalt in der Gemeinde. 614 Stimmen fielen auf Maria Tristl, die damit in ihre vierte Amtszeit geht.

Unter Bürgermeisterin Mühlen, die als einzige Kandidatin mit 87,3 Prozent wiedergewählt wurde, war Tristl bislang deren Stellvertreterin. Dass sich an der Frauenquote nichts geändert hat, „bedauert“ Mühlen und verweist auf „tolle Kandidatinnen“, die sich zur Wahl gestellt hatten.

„Spaß hat es bisher immer gemacht“

Die 52-jährige Kinderpflegerin Tristl trat bisher besonders im sozialen Bereich in Erscheinung, auch über den Gemeinderat hinaus. Tatkräftig und organisatorisch bringt sie sich beispielsweise beim Holzland-übergreifenden Ferienprogramm und der Nachbarschaftshilfe ein. Für die jüngsten und die älteren Inninger hat sie weitere Pläne. Sobald das derzeit in der Ortsmitte entstehende Bürgerhaus eingeweiht ist, könnten Filmabende, eine Jugenddisko und gemeinsame Mittagessen für Senioren umgesetzt werden. „Es gibt mit Sicherheit viel zu tun in der nächsten Zeit“, freut sie sich auf die bevorstehende Arbeit und ergänzt im Gespräch mit dem Dorfener Anzeiger: „Spaß hat es bisher immer gemacht.“

Lückenlos reihen sich, nach ihrem Abschneiden bei der Wahl, die sechs weiteren wiedergewählten Gemeinderäte ein. Der 57-jährige Bankkaufmann Josef Fenk und der 65-jährige selbstständige Maurermeister Matthias Huber blicken bereits auf vier Amtsperioden zurück, übertroffen werden sie nur von Zeno Heller, der seit 1990 im Gremium sitzt. „Ich wollte immer das Gemeindeleben mitgestalten, und Gemeinderat ist das erste Amt, in dem man sich politisch engagieren kann“, blickt Heller auf die vergangenen 30 Jahre zurück. Ob er für eine sechste Amtszeit kandiert, habe er sich lange überlegt, zu seiner Entscheidung hätten auch mehrere Bitten von Mitbürgern beigetragen. „Zeit habe ich ja, und jetzt mache ich gerne weiter“, bekennt der 63-jährige Rentner.

Fünf neue Gemeinderäte

Auch Johann Schumertl, Bankkaufmann und Kassier beim FC Inning, Matthias Osterloher, Maurermeister und Bautechniker, sowie Tierarzt Dr. Josef Selmair behalten ihre Plätze im Sitzungssaal. Norbert Gruber schaffte es nach zwei Amtszeiten nicht mehr unter die ersten zwölf.

Das Durchschnittsalter im Inniger Gemeinderat ist mit fast 49 Jahren vergleichsweise hoch, unter 35 ist nur der 26-jährige Sebastian Kräutler. Er kann sich gut vorstellen, dass ihm seine Kenntnisse als „Strategischer Einkäufer“, wie Verhandlungsgeschick und partnerschaftliches Arbeiten, im Gemeinderat von Nutzen sind. Dass Bürgermeisterin Mühlen ihn motiviert hatte, sich als Kandidat aufstellen zu lassen, habe ihn geehrt, erzählt er. Nun möchte sich der stellvertretende Vorsitzende des FC Inning auch in für ihn ganz neue Aufgabenbereiche einarbeiten.

Altersspanne von 40 Jahren deckt die Interessen aller Altersgruppen

Gemeindechefin Mühlen schätzt die Ausgewogenheit, die die Abstimmung in Inning ergab: „Ich freue mich, dass die erfahrenen Gemeinderäte in Zukunft durch sehr engagierte junge Leute ergänzt werden.“ Sie verweist auf die Altersspanne von 40 Jahren, „mit der die Interessen aller Altersgruppen abgedeckt werden“.

Sechs Jahre nachdem Josef Naderer sein Amt als Bürgermeister abgab, sitzt jetzt dessen Sohn Korbinian Naderer im Gemeinderat. Ebenfalls in ihre erste Amtszeit gehen Sebastian Blattenberger, Andreas Niederreiter und Martin Angermaier. Trotz intensiver Wahlwerbung kam Andreas Zimmer, Vorsitzender des Kreisverbandes der Bayernpartei, nicht ins Gremium. Auch er kandidierte auf der Liste des Bürgerforums, der einzigen in Inning.

Mit Alois Winkler schied ein Urgestein aus dem Gemeinderat. Der 70-jährige Landwirt und Gastwirt aus Großwimpasing stellte sich aus Altersgründen nach 36 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wahl. „Sein Wissen wird uns fehlen“, kommentiert Tristl dessen Ausscheiden.

Fabian Holzner

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