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Tauschten sich zum Schulhund-Konzept im Gemeinderat Inning aus (v. l.): Bürgermeisterin Michaela Mühlen, die Lehrerinnnen Cornelia Hackl und Alexia Rehn sowie Vize-Bürgermeisterin Maria Tristl. 

Diskussion im Gemeinderat

Hunde bereichernInninger Schulunterricht

Nachdem es von Bürgern und Gemeinderäten kritische Fragen zum neu eingeführten Schulhundkonzept gegeben hatte, wurde es nun ausführlich im Gemeinderat vorgestellt. Konkret hatte es etwa die Sorge gegeben, die beiden Hunde könnten das Schulhaus verschmutzen.

Von Fabian Holzner

Inning – Zu Beginn stellte Bürgermeisterin Michaela Mühlen klar, dass die Entscheidung alleine von der Schulleitung abhänge. Die Gemeinde als Sachaufwandsträger habe hier kein Mitspracherecht. Als sehr positiv beurteilen Eltern von Schülern sowie die Lehrerinnen Cornelia Hackl und Alexia Rehn die bisher gemachten Erfahrungen. „Die größte Freude daran haben die Kinder“, sagte Hackl.

Rehn, der die beiden Hunde Lola und Benni gehören, versicherte, dass diese nicht nur speziell ausgebildet seien, sondern auch regelmäßig auf ihre Gesundheit hin geprüft werden. Bei den Kindern müsse selbstverständlich sicher gestellt sein, dass weder Allergien noch pathologische Ängste bestehen, sagte Rehn.

Bisher keine Schäden

Sie selbst macht zum Schulhundkonzept stetig Weiterbildungen. In ihrer langjährigen Erfahrung gab es bisher nie Schäden in den Schulen, führte sie hinsichtlich der Bedenken an. „Außer einem zerbissenen Füllerdeckel, den ich nicht unterschlagen möchte“, ergänzte sie lachend. Beide Hunde seien aber haftpflichtversichert.

Die Wirkungen eines Schulhundes seien durchweg positiv. So stifteten sie, beispielsweise beim gemeinsamen Streicheln, Kontakt zwischen Kindern, die sich bisher kaum kannten. Außerdem werde mehr gelacht, die Stimmung sei entspannter. „Die Kinder vertrauen mir schneller, als wenn ich ohne Hund da wäre“, sagte Rehn. Auch die Motivation der Schüler, am Unterricht teilzunehmen, lasse sich durch die Belohnung, dem Hund ein Leckerli geben zu dürfen, steigern. Sogar medizinische Auswirkungen habe die Anwesenheit der Hunde bei den Kindern: Sie senkt Blutdruck und Stresslevel, verbessert die Merkfähigkeit.

Hund gegen Mobbing

Besonderes Interesse zeigte der Gemeinderat am Einsatz von Hund Lola gegen Mobbing. Anhand eines Rollentausches, Rehn „mobbte“ ihre Lola vor der Klasse, führte sie den Schülern ihr Fehlverhalten vor Augen. Am Ende des Vortrages schien der Gemeinderat von der Unbedenklichkeit und Wirksamkeit des Schulhundkonzeptes überzeugt. 

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