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Die Kandidaten des Bürgerforums Inning (vorne, v. l.): Brigitte Heidner, Katrin Reiser, Maria Tristl, Caroline Schink und Manuela Ortner; (2. Reihe, v. l.): Matthías Osterloher, Christina Zehetner, Zeno Heller, Bürgermeisterin Michaela Mühlen, Norbert Gruber, Arnulf Baumeister, Hans Schumertl und Sebastian Kräutler; (hinten, v. l.) Matthias Huber, Josef Fenk, Martin Angermeier, Christine Heinemann, Gerrit Henschke, Andreas Zimmer, Dr. Josef Selmaier, Korbinian Naderer, Andreas Niederreiter, Sebastian Blattenberger und Markus Wegmann. 

Aufstellungsversammlung in Inning

Nichts spricht gegen Michaela Mühlens zweite Amtszeit

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Die Bürgermeisterwahl in Inning am Holz scheint eine klare Sache zu werden. Die Amtsinhaberin ist bislang die einzige Kandidatin.

Inning/Ottering„Es war keine schwere Entscheidung weiterzumachen“, sagte Bürgermeisterin Michaela Mühlen nach der Aufstellungsversammlung der Kandidatenliste des Bürgerforums Inning im Gespräch mit der Heimatzeitung. Bei den Kommunalwahlen im März 2020 wird sich die 41-jährige Sozialpädagogin, Familientherapeutin und verheiratete Mutter eins Sohnes zum zweiten Mal um den Chefsessel im Rathaus bewerben. Sie ist bislang die einzige Kandidatin dafür in der Gemeinde.

74 Wahlberechtigte stimmten am Mittwochabend im Gasthaus Rott in Ottering über die Listenplatzierungen der 23 Kandidaten für die zwölf Gemeinderatsplätze und Mühlens Bürgermeisterkandidatur ab.

Schon 2014 war Mühlen für das Bürgerforum angetreten und hatte die Nachfolge von Josef Naderer angetreten. „Bisher hat’s so viel Spaß g’macht“, sagte sie. Auf eine Bewerbungsrede hatte Mühlen in der Versammlung verzichtet. Alle Gemeinderatskandidaten stellten sich in der von Georg Schneider geleiteten Versammlung kurz vor. Mühlen bekam 70 Ja-Stimmen bei drei ungültigen Wahlzetteln und einer Speisekarte, die abgegeben wurde. Das nahm die 41-Jährige mit Humor: „Wenn sich der mit der Speisekarte meldet, lade ich denjenigen zum Essen ein.“

Neben Mühlen kandidieren acht von zwölf aktuellen Gemeinderäten erneut. Insgesamt habe man darauf geachtet, dass die Kandidaten – darunter sieben Frauen – einen „Querschnitt“ der Bevölkerung abbilden – Akademiker, Handwerker, Vereine, Organisationen sowie Jung und Alt seien vertreten.

Mit ihrer ersten Amtszeit ist Mühlen „super zufrieden“. Das Schöne in Inning sei: „Alle im Gemeinderat ziehen an einem Strang“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Parteipolitik spiele dabei absolut keine Rolle. Sie wissen auch gar nicht bei allen Gemeinderäten und den Kandidaten, wo sie persönlich politisch verortet seien, so Mühlen. Nur eines könne sie ausschließen, dass es Leute nicht rechter Gesinnung gebe. Das habe man im Umgang mit den Asylsuchenden in der Holzlandgemeinde gesehen.

In die neue Legislaturperiode spielten einige aktuelle Projekte hinein. Mühlen würde daran sehr gerne als Bürgermeisterin weiterarbeiten. Es steht der Neubau des Bürgerhauses an, die Wasserbrunnen- und Kanalsanierungen sowie kleinere Projekte im Rahmen der Dorferneuerung. Der Siedlungsdruck sei auch in Inning zu spüren, wenngleich nicht so dramatisch wie in den Städten. Eine Entwicklung der Gemeinde will Mühlen mit Augenmaß betreiben. Geplant sei die Schaffung eines Gewerbegebietes.

Die Chancen, dass Mühlen Bürgermeisterin bleibt, stehen sehr gut, denn bislang ist sie die einzige Bewerberin für das Amt. Und es gibt derzeit nur eine Wahlliste, das Bürgerforum Inning. Von einer anderen oder neue Liste oder einem Gegenkandidaten habe Mühlen „bisher nichts gehört“. Das Bürgerforum sei ein offener Verein, betonte Mühlen. Damit sei die Liste auch offen für alle Inninger.

Die Kandidaten

des Bürgerforums für den Inninger Gemeinderat: 1. Maria Tristl (70 Stimmen, 2. Bürgermeisterin), 2. Josef Fenk (70, Gemeinderat), 3. Zeno Heller (65, GR), 4. Johann Schumertl (61, GR), 5. Matthias Huber (58, GR), 6. Matthias Osterloher (57, Losentscheid, GR), 7. Korbinian Naderer (57), 8. Dr. Josef Selmaier (52, GR), 9. Sebastian Blattenberger (45), 10. Katrin Reiser (39), 11. Martin Angermaier (37, Losentscheid), 12. Andreas Niederreiter (37), 13. Christina Zehetner (35), 14. Sebastian Kräutler (34, Losentscheid), 15. Brigitte Heidner (34), 16. Norbert Gruber (31, Gemeinderat), 17. Markus Wegmann (27), 18. Christine Heinemann (25), 19. Manuela Ortner ( 21), 20. Andreas Zimmer (19, Gemeinderat), 21. Arnulf Baumeister ( 16), 22. Caroline Schink (13), 23. Gerrit Henschke (12).

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