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Bullige Kundschaft hatten die Feuerwehrler nach dem Unfall auf der B 388. Sie mussten die Stiere befreien und unter Kontrolle halten. Im Hintergrund der umgestürzte Anhänger.

Umgekippter Tiertransporter: Stiere befreit und in Schach gehalten

Feuerwehrleute als Cowboys

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Einen solchen Einsatz gibt es nicht alle Tage. Feuerwehrler aus Inning und Taufkirchen mussten mächtige Stiere befreien, bewachen und wieder verladen.

Inning am Holz – Ein mit 20 Stieren beladener Viehtransporter-Anhänger ist am Montag auf der B 388 umgestürzt. Der 23-jährige Fahrer und sechs Rinder im Lastwagen selbst blieben laut Polizei bei dem Unfall gegen 13.10 Uhr unverletzt. Die 20 anderen Bullen befreiten Kräften der Feuerwehr aus dem Hänger, in dem sie das Dach aufschnitten. Bis zum Eintreffen von Ersatztransportern hielten private Helfer und Feuerwehrler die massiven Viecher in Schach. Zum Schluss musste sie noch einmal in Cowboy-Manier agieren, weil sich einige Rinder beim Verladen als widerspenstig erwiesen.

Nach tierärztlicher Prüfung aller Rinder konnten diese ihre Fahrt fortsetzen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt 25 000 Euro. Neben etwa 30 Feuerwehrleuten aus Inning und Taufkirchen waren zwei ortsansässige Tierärzte, sowie zwei Mitarbeiter des Veterinäramtes Erding vor Ort. Nachdem das letzte Tier um 15 Uhr verladen war, konnte ein Bergeunternehmen mit dem Aufstellen des Anhängers beginnen. Die B 388 war auf Höhe Hienraching für vier Stunden voll gesperrt.

Der 23-jährige Fahrer aus Mühldorf war mit seinem Gespann auf der Kreisstraße ED 28 in südöstlicher Richtung gefahren. Beim Abbiegen auf die B 388 nach rechts in Richtung Erding bekam der Anhänger aus noch ungeklärter Ursache Übergewicht und kippte nach links um. Laut Polizei wurde dabei die Zugöse der Deichsel nach oben gebogen. Dadurch kippte lediglich der Anhänger nach links um, während der Laster stehen blieb.  

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