+
Viele Gäste empfing Bürgermeisterin Michaela Mühlen (gelber Mantel) zur Eröffnung.

„Jahrzehntelanges Ringen um den richtigen Standort“

Endlich ein Recyclinghof für Inning – Eröffnung am Samstag

Es war ein „jahrzehntelanges Ringen um den richtigen Standort“, doch nun steht der Inninger Recyclinghof – und eröffnet am Samstag.

InningWeg von der Wegwerfgesellschaft hin zu einer umweltverträglichen Abfallkreislaufwirtschaft – das forderte Bürgermeisterin Michaela Mühlen bei der Eröffnung des Inninger Recyclinghofes. „Mülltrennung und Wiederverwertung sind für uns mittlerweile, Gott sei Dank, selbstverständlich geworden“, stellte sie in ihrer Begrüßungsrede fest und dankte allen an der Verwirklichung des Wertstoffhofes Beteiligten. Dieser fand nach langer Suche seinen Platz an der Bierbacher Straße hinter dem Feuerwehrhaus und ist der 30. im Landkreis Erding.

In Betrieb genommen wird er am Samstag, 2. November. Die Baukosten, die der Landkreis trug, beliefen sich auf etwa 220 000 Euro, die Arbeiten dauerten von Juli 2018 bis September dieses Jahres. Der feierlichen Eröffnung ging ein „jahrzehntelanges Ringen um den richtigen Standort voraus“, berichtete Landrat Martin Bayerstorfer. Zudem habe die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen lange Zeit genug Wertstoffhöfe gehabt. Erste Initiativen für einen Inninger Recyclinghof begannen schon 2009, 2014 einigte man sich auf den aktuellen Standort. Die Ausschreibung überstieg die Kostenkalkulation um fast 30 Prozent, den Mehrkosten und damit dem Bau hat der Strukturausschuss Anfang 2018 zugestimmt.

Nachdem der Landkreis Ende der 70er für die Bereitstellung von Deponien verantwortlich wurde, begann man erst in den 90ern mit der Sortierung der Wertstoffe, blickte Bayerstorfer zurück. Während 1990 bei 95 000 Einwohnern im Landkreis noch 60 000 Tonnen Restmüll im Jahr anfielen, sind es heute nurmehr 20 000 Tonnen bei 140 000 Einwohnern. Das Recyclingkonzept funktioniere nur, weil es Akzeptanz in der Bevölkerung gefunden habe, so der Landrat. Den kirchlichen Segen Benutzer und Personal erbaten der katholische Pfarrer Jacek Jamiolkowski und der evangelische Pfarrer Edson Schumacher gemeinsam. Musikalisch begleitet wurde die Feier von Akkordeonspielerin Karin Tiefenbeck.  

Fabian Holzner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CSU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Klinger: Ein Teamplayer mit Führungsanspruch
Sebastian Klinger (CSU)  ist Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Forstern und hat Lust auf mehr. Als neuer, hauptamtlicher Rathauschef möchte er nicht nur die Mobilität …
CSU-Bürgermeisterkandidat Sebastian Klinger: Ein Teamplayer mit Führungsanspruch
St. Wolfganger Erfinder im Fernsehen: Hellers MediBech in „Das Ding des Jahres“ 
Tüftler erfinden Dinge, die uns das Leben erleichtern. Anstoß sind oft Erlebnisse oder Notsituationen. Manuela und Claus Heller aus St. Wolfgang gehören mit ihrer Idee …
St. Wolfganger Erfinder im Fernsehen: Hellers MediBech in „Das Ding des Jahres“ 
„Dorfcharakter bewahren, aber Fortschritt nicht verschlafen“: Wählergruppe Buch stellt Kandidaten vor
Unabhängig, frei und offen: So beschreibt sich die Wählergruppe (WG) Buch am Buchrain selbst. Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 15. März stellten sich im …
„Dorfcharakter bewahren, aber Fortschritt nicht verschlafen“: Wählergruppe Buch stellt Kandidaten vor
Warum Ikea Erding scheut: Django Asül testet neues Programm
Django Asül testet sein neues Programm „Offenes Visier“ vorab in der Erdinger Stadthalle. Voll von schwarzem Humor und Lebenshilfe. 
Warum Ikea Erding scheut: Django Asül testet neues Programm

Kommentare