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Umfangreiches Zahlenwerk: Christina Angermaier (l.) und Bürgermeisterin Michaela Mühlen legten dem Gemeinderat den Haushalt 2018 vor.

Haushalt

Inning schnallt den Gürtel ein wenig enger

Alle Haushaltsansätze der Gemeinde Inning sind knapp bemessen. Es gibt nur noch wenig Spielraum. Denn der Schuldenstand soll ein weiteres Jahr lang deutlich gesenkt werden.

Inning Der Haushaltsplan 2018 der Gemeinde Inning wurde nach detaillierter Vorstellung durch Verwaltungsmitarbeiterin Christiane Angermaier in der letzten Sitzung des Jahres vom Gemeinderat abgesegnet und die Haushaltsatzung erlassen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Inning liegt zum Jahresanfang bei rund 544 Euro, bei einem Schuldenstand von rund 792 051 Euro. Geplant ist, bis zum Jahresende 2018 die Schulden durch eine ordentliche Tilgung in Höhe von 90 359 Euro und eine außerordentliche Tilgung in Höhe von 47 000 Euro auf 654 692 Euro zu senken, betonte Angermaier.

Das Volumen des Verwaltungshaushalts liegt bei über 2,8 Millionen Euro, geringfügig niedriger als im Vorjahr. Dafür hat sich das Volumen des Vermögenshaushalts mit über 2,4 Millionen Euro im Vergleich zu 2017 fast verdoppelt. Angermaier listete die wichtigsten Einnahmepositionen auf, wobei sich die Gewerbesteuer „sehr erfreulich entwickelt hat“ und wie im Vorjahr wieder auf 375 000 Euro angesetzt werde – bei unveränderten Hebesätzen. Auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer hat sich nochmals nach oben verändert. 2018 wird mit 948 015 Euro gerechnet, 2017 waren es 884 492 Euro.

Die Schlüsselzuweisung werde wohl wegen der gestiegenen Umlagekraft sinken, erklärte die Fachfrau. Deshalb wurden nur 214 727 Euro angesetzt. Die genaue Zahl erfahre man erst im Januar. 2017 waren es noch 265 292 Euro.

Die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb wurden insgesamt mit 720 547 Euro kalkuliert. Darunter fallen etwa Benutzungsgebühren von über 340 000 Euro für Kanal, Wasserverbrauch und Kindergarten, sowie Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von knapp 220 000 Euro im Kindergartenbereich und bei der Schülerbeförderung.

Bei den Ausgabenposten macht der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand von über 851 000 Euro den Löwenanteil aus. Darunter fallen beispielsweise der Unterhalt für Gebäude und Kanalnetze. Die Personalkosten belaufen sich auf fast 556 000 Euro. Des Weiteren wurden an Zuweisungen und Zuschüssen 103 050 Euro angesetzt, hier macht die vorläufig geschätzte Schulverbandsumlage 67 500 Euro aus.

Die Finanzausgaben wurden mit über 1,3 Millionen Euro eingetragen. Hier ist vor allem die Kreisumlage mit 621 268 Euro zu nennen – 21 075 Euro mehr als noch im Vorjahr, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 422 240 Euro und die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt mit 169 659 Euro. Damit verbleibe eine sogenannte freie Finanzmasse von 79 300 Euro zur Deckung der Ausgaben im Vermögenshaushalt, meinte Angermaier.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt wurden auf über 2,43 Millionen Euro beziffert. Darunter fallen etwa Zuweisungen für Investitionen vom Land für Baumaßnahmen mit über 765 000 Euro, eine Kreditumschuldung in Höhe von über 369 000 Euro und Entnahmen aus den Rücklagen von knapp 1,03 Millionen Euro.

An Investitionen sind im Bereich Hochbau 738 500 Euro geplant, davon 485 000 Euro für die Sanierung der Mehrzweckhalle und ein Teilansatz für das Bürgerhaus mit 200 000 Euro. Für Tiefbaumaßnahmen in die Infrastruktur wurden 912 900 Euro angesetzt, davon knapp 295 000 Euro für die erste und zweite Welle der Breitbandversorgung, außerdem über 254 000 Euro für Freiraumgestaltung und Wegeverbindung. Neue Kredite werden für Investitionen nicht aufgenommen.

Angermaier informierte das Gremium auch noch über das Baugebiet „Am Reimeringer Weg“ in Inning, für das ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KFB GmbH besteht. Der Saldo betrug zum 1. Dezember 2017 ein Minus von knapp 1,13 Millionen Euro. „Das wird noch mehr werden“, kündigte sie an, relativierte aber sogleich: „Sobald der Grund verkauft wird, reduziert sich alles. Das ist der Grund des Vertrags.“

Birgit Lang

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