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Zum offiziellen Spatenstich kamen (v. l.) Altbürgermeister Josef Naderer, Vize-Bürgermeisterin Maria Tristl, Stefan Kräuter (Zeiler Bau), Bauoberrat Fritz Hampel (ALE), Bürgermeisterin Michaela Mühlen und Architekt Peter Byrne zusammen.

Fertigstellung im Herbst 2020

Ein Treffpunkt für alle Inninger: Spatenstich für Bürgerhaus

16 Jahre vergingen zwischen den Ideen bis zum Spatenstich. Im Herbst 2020 soll das Inninger Bürgerhaus fertig sein.

Inning – Es war ein langer Weg von den ersten Ideen vor 16 Jahren bis zum Spatenstich am Freitagnachmittag: Jetzt nimmt das Bürgerhaus in Inning Gestalt an. Der Anstoß kam damals von Altbürgermeister Sepp Naderer, sagte seine Nachfolgerin Michaela Mühlen bei ihrer Ansprache. Sie dankte ihm für den Weitblick, den er und der Gemeinderat beim Kauf des Kramer-Areals bewiesen habe. Damit sei der Grundstein für das Vorhaben gelegt worden. Wenn das Wetter mitspiele, könnte im September/Oktober 2020 die Fertigstellung sein, erklärte Architekt Peter Byrne.

Jahrelang hätten sich das Team um Fritz Hampel vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) und Inninger Bürger Gedanken gemacht, wie das Bürgerhaus einmal werden soll, auch ihnen dankte sie. Und sie freute sich über die „wahnsinnig hohe Förderung“ von über 1,4 Millionen Euro, die es aus dem Bayerischen Dorferneuerungsprogramm gebe, und die es einer kleinen Gemeinde wie Inning erst möglich mache, diese Investition zu stemmen.

Ein Zentrum für die Dorfgemeinschaft

Die Gesamtkosten für das Gebäude wurden auf über 2,3 Millionen Euro kalkuliert, die Gemeinde steuert knapp 903 000 Euro bei. Für die Außenanlagen wird mit weiteren 345 000 Euro gerechnet, hier gibt es von der ALE einen Zuschuss von 243 000 Euro, somit verbleiben bei der Gemeinde dafür noch fast 102 000 Euro.

„Wir haben uns bestens vorbereitet und auch Rücklagen geschaffen“, betonte Mühlen. „Wir strecken uns nicht weiter, als es geht.“ Architekt Byrne aus Dorfen hat das Bürgerhaus geplant. Es solle das „Zentrum für die Dorfgemeinschaft“ werden, so die Bürgermeisterin – „bodenständig, modern und solide“. Mühlen dankte Byrne sowie den Vertretern der Firmen Hilger Erdbau aus Großschaffhausen und Zeiler Bau Erding. „Ich freu mich auf eine gute, reibungslose Zusammenarbeit. Jetzt geht es bestimmt rapide dahin“, erklärte die Bürgermeisterin. „Jetzt ist Spatenstich, ich feiere ja gerne, auch mit den Bürgern, die uns bei der Vorbereitung unterstützten, und dem Gemeinderat.“

Multifuktionssaal für Theaterstücke

Auch Fritz Hampel vom ALE freute sich über den Spatenstich, das Bürgerhaus sei die „größte Maßnahme und Förderung“ seiner 20-jährigen Dorferneuerungs-Laufbahn. Mit dem Inninger Graben habe man die erste Maßnahme bereits erfolgreich abgeschlossen.

Byrne beschrieb den modernen und zugleich klassischen Bau mit offener Dachform als komplett barrierefrei und mit Aufzügen über alle Ebenen. Im Untergeschoss sei ein Jugendraum geplant, im Erdgeschoss ein großer aufteilbarer Raum für Vereine, eine tolle Küche und Behinderten-Toiletten sowie im Obergeschoss ein Multifunktionssaal, in dem auch Theater gespielt werden könne und der für 145 Personen Sitzplätze biete.

Regionale Firmen trotz Bauboom

Von großem Vorteil sei die Südausrichtung des Hauses für die Außenanlagen, erklärte Architekt. Denn auf der Südseite werde noch ein Vorplatz entstehen, zu dem ein direkter Weg zum Kindergarten und zum Ortskern führe. Trotz der Topografie konnten diese Wege alle barrierefrei und schwellenlos errichtet werden. Byrne betonte noch, dass man „trotz Bauboom“ überwiegend auf regionale Firmen setze.

So wohnt beispielsweise Stefan Kräutler, der Inhaber von Zeiler Bau, nur ein paar Meter Luftlinie vom künftigen Bürgerhaus entfernt. Er hatte auch Helme und Spaten für den symbolischen Akt mitgebracht, der im hart verdichteten Boden ganz schöne Anstrengung erforderte. 

Birgit Lang

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