Die Sonnendorfer Störche haben sich heuer den 11. März ausgesucht, um mit ihrem Brutgeschäft zu beginnen. Die ersten Küken sind schließlich am Donnerstag geschlüpft.
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Fliegender Wechsel: Während sich der eben zurückgekehrte Storch um die Fütterung des Nachwuchses kümmert, macht sich der Partner schon gleich wieder auf den Weg, um für Nachschub zu sorgen.

Küken sind geschlüpft

Storch-Nachwuchs in Sonnendorf

Die Sonnendorfer Störche haben sich heuer den 11. März ausgesucht, um mit ihrem Brutgeschäft zu beginnen. Die ersten Küken sind schließlich am Donnerstag geschlüpft.

SonnendorfDie Sonnendorfer Störche haben sich heuer den 11. März ausgesucht, um mit ihrem Brutgeschäft zu beginnen. Die ersten Küken sind schließlich am Donnerstag geschlüpft.

Mit dem 11. März sind die Störche eng mit der Corona-Historie des Landkreises Erding verbunden, denn an jenem Tag ging auch die erste Screening-Stelle am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in Betrieb, an der seither über 4300 Abstriche genommen wurden. Von alldem wissen die Störche natürlich nichts. Und vermutlich hat es sie auch nicht weiter verwundert, dass das Dorfleben rund um das alte Kirchlein nur sehr sporadisch aus der Winterruhe erwacht ist. Ob ihnen aufgefallen ist, dass kaum noch Flugzeuge am Himmel zu sehen und zu hören sind, bleibt ebenfalls ihr Geheimnis.

Nest-Verteidigung gegen Artgenossen

Das Einzige, was sie ab und an etwas aus der Ruhe gebracht hat, waren unerwünschte Besuche von Artgenossen, die einzeln oder zu zweit über das Nest gesegelt sind, um zu sehen, wie ernsthaft dieses verteidigt wird. Das Sonnendorfer Storchenpaar hat sein Heim vehement und jedes Mal erfolgreich verteidigt. Und gleich nachdem die ungebetenen Gäste am Horizont verschwunden waren, kümmerte es sich um das wirklich Wichtige im Leben: den Nachwuchs. Beide Altvögel haben abwechselnd und Tag und Nacht dafür gesorgt, dass ihre Eier auch in eiskalten Nächten warm blieben und regelmäßig gedreht wurden. Auch der strenge Ostwind, der über mehrere Tage strahlenden, aber fast ungenießbaren Sonnenschein beschert hat konnte das Zuhause der Störche nicht zerstören.

Das erste ausgebrütete Ei schon entdeckt

Der Lohn dieser Mühe ist zwar noch vor den neugierigen Augen der Welt verborgen, doch es gibt ihn bereits: Seit Donnerstag ist zu beobachten, dass der zurückkehrende Storch nicht nur den Gefährten ablöst, damit auch dieser zu seiner wohlverdienten Brotzeit kommt. Einen Teil der gesammelten Leckerbissen verfüttert er auch an den frisch geschlüpften Nachwuchs. Und auch das erste ausgebrütete Ei wurde inzwischen neben der Kirche gefunden. Wie viele Küken es in diesem Jahr sind, und ob alle die kritischen ersten sechs Wochen überleben, bleibt abzuwarten.

Dennoch erfreut das Wissen um frisch geschlüpfte Küken nicht nur das Herz, sondern ist auch eine schöne Parabel in Krisenzeiten. Es beweist, dass das Leben – aller Widrigkeiten zum Trotz – weitergeht. Und während das Ende der Krise der Menschen auf der Welt und in Sonnendorf noch nicht in Sicht ist, werfen sie jetzt immer öfter neugierige Blicke auf das Storchennest. Denn sicherlich wird dort bald das erste weiße Köpfchen zu sehen sein, das den vorläufigen Erfolg des Storchenjahres zeigt. 

Clarissa Höschel

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