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Ein Meilenstein in seiner Karriere: Martin Hörmannsdorfer aus Inning (l.) stellte zwei Frauenbilder im Rahmen einer Kunstausstellung im Louvre in Paris aus. Sein Galerist Rudi Pigneter (r.) begleite den Künstler nach Frankreich.

Kunstmesse in Paris

Inninger Maler stellt im Louvre aus

Seine Bilder haben es bis nach Paris geschafft. Auf Einladung einer Kunstmesse, die im „Carrousel du Louvre“ stattfand, ist Hörmannsdorfer aus Inning mit zwei seiner Bilder nach Frankreich gereist. Seine Technik, die der Alten Meister, wird kaum mehr praktiziert.

Inning/Paris – Nachdem Martin Hörmannsdorfer aus Inning, der bis vor kurzem in Erding wohnte, vergangenes Jahr zwei seiner Bilder in der A&D Gallery in London ausgestellt hatte, ist er dieses Jahr mit seinen Kunstwerken nach Paris gereist. Diese präsentierte er nicht irgendwo in Paris, sondern im Rahmen einer Kunstmesse im „Le Carrousel du Louvre Paris“, das sich im selben Gebäude wie das berühmte Museum befindet.

Die Messe „Art Shopping“ feierte heuer die 22. Ausgabe des internationalen Treffens zugänglicher zeitgenössischer Kunst. Rund 700 Künstler und Galerien aus der ganzen Welt waren zwei Tage in Paris vereint. Hier bot sich den Künstler die Möglichkeit, sich dem internationalen Vergleich zu stellen und im Hinblick auf ihre Karriere, Kontakte zu knüpfen.

Doch nicht jeder dürfe bei dieser Messe ausstellen. Hörmannsdorfer erklärt das Verfahren: „Bestimmte Galerien werden eingeladen. Die Galeristen wiederum haben dann ein bestimmtes Kontingent und wählen aus, welche Bilder sie aus ihrem Portfolio zeigen wollen.“

Ölmaltechnik der Alten Meister

Entscheidend sei hier auch die Größe der Kunstwerke. Da Hörmannsdorfer mit einem Maß von 80 mal 120 Zentimeter große Bilder malt, seien nur zwei Frauenbilder von ihm mitgenommen worden – eine Maria Magdalena-Darstellung mit dem Namen „1. Apostolin“ und ein Halbakt mit dem Titel „Lilith“.

Der 51-Jährige Inninger malt mit der Ölmaltechnik der italienischen Meister der Renaissance, die er sich nach einer Ausbildung in Akt- und Portraitzeichnen vor über 20 Jahren selbst erarbeitet hat. „Diese Technik kann man nicht in Kursen lernen, die gibt es auch kaum mehr. Deshalb bin ich in Paris damit schon aufgefallen.“ Den Inninger fasziniert diese alte Lasurtechnik, bei der viele Schichten übereinander aufgetragen werden. „Die Farbübergänge und der Ausdruck sind ganz anders, die sind nur mit dieser Technik zu erzielen. Deshalb haben das die Alten Meister ja auch so gemacht.“

„Das Interesse war sehr groß“

Hörmannsdorfer, der auch noch gerne Tuschezeichnungen von alten Klöstern anfertigt, sieht die Kunst als seine Berufung. Wenn der Telekom-Mitarbeiter nicht gerade sein Geld verdient, sitzt er an seinen Werken oder ist auf Reisen. „Ich fahre überall da hin, wo die Alten Meister hängen, bis nach Moskau und St. Petersburg.

Der Besuch Ende Mai in Paris sei für ihn eine interessante Erfahrung gewesen. „Das Interesse an meinen Bilder war sehr groß“, erzählt der Künstler erfreut. Zudem habe er Künstler aus der ganzen Welt kennengelernt und viele Kontakte geknüpft.

Dass seine Bilder nicht verkauft worden sind, stimmt ihn nicht missmutig. Die 1200 Euro für den Transport hätten sich dennoch gelohnt. „Diese Ausstellung ist ein weiteres Highlight in meiner Vita.“

Die nächste internationaleSchau ist in Vorbereitung. „Im Herbst werde ich in Udine ausstellen.“ Im Juni 2018 wird Hörmannsdorfer seine Kunst dann wieder einmal in heimischen Gefilden zeigen. Anlässlich des 30. Bestehens der Künstlerguppe „Blaue Brücke“ stellt er zusammen mit seinen Kollegen im alten Gefängnis in Freising aus.

Alexandra Anderka

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