Glückwünsche zum 85. Geburtstag (v.l.): Bürgermeisterin Michaela Mühlen, Jubilar Sebastian Limmer mit Frau Frieda und Urenkel Patrik sowie Enkel Florian Limmer und Schwiegertochter Cornelia Limmer (hinten). Foto: Weingartner

Sebastian Limmer 85

Leben für Familie, Vereine und Gemeinde

Im Holzland kennt ihn jeder: Sebastian „Wast“ Limmer engagierte sich jahrzehntelang im öffentlichen Leben Innings und hat seine Heimat mitgeprägt. Besonders den Vereinen hat er viele hochgeschätzte Ideen vermittelt. Im Kreise der Familie hat Limmer jetzt seinen 85. Geburtstag gebührend gefeiert.

Inning – Bürgermeisterin Michaela Mühlen überbrachte dem Jubilar herzlichste Glückwünsche und natürlich haben eine ganze Schar von Vereinsvertretern ihrem langjährigen Mitglied gratuliert. Ein Sprung von Inning, in Großwimpasing, ist Limmer mit sechs Geschwistern groß geworden. Daheim beim „Mesner“ musste er schon früh mit anpacken. Nach einer Lehre bei der Taufkirchener Zimmerei Haberl wechselte der Jubilar am Ort zum Polstermöbelhersteller von Carl Hierl. „Himolla“ wurde seine berufliche Heimat. Vier Jahrzehnte war der Jubilar in dem Unternehmen beschäftigt und brachte sich als Betriebsrat (30 Jahre) und im Aufsichtsrat (21 Jahre) ein.

Sein privates Lebensglück fand Limmer mit seiner Frieda, eine geborene Kalb. 1958 wurde Hochzeit gefeiert. Zwei Söhne haben die beiden großgezogen. Und der sportbegeisterte Jubilar freut sich heute besonders, dass alle seine fünf Enkel bei der DLRG in Taufkirchen aktiv sind. Eine Riesenfreude für den „Wast“ ist, dass er mit Urenkel Patrik jetzt auch noch Uropa geworden ist. Der Inninger Rentner liebt die Gesellschaft. Sein Herz gehört der Familie aber auch dem Sport und seinen Vereinen. Als 18-Jähriger trat er bei den „Waldperle“-Schützen ein und war von 1954 bis 1962 Schützenmeister. Zusammen mit seiner Frau führte er neun Jahre die „Inninger Alm“, die Vielen ein Vereinslokal war.

Schmerzlich muss der Jubilar gerade verfolgen, dass sein FC Inning mit dem Abstieg kämpft. Er hatte 1966 den Fußballverein gegründet und war erfolgreich Vorsitzender bis 1987. In seiner Ära entstand in den 70er-Jahren die schöne Sportanlage, samt Stockbahnen und Tennisplätzen. An die Zeit erinnert sich Limmer noch genau, in der er mehr beim Verein war als zuhause bei der Familie. Für seine außerordentlichen Vereinsleistungen wurde Limmer bei seinen Vereinen zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Bayerische Landessportverband (BLLV) hat sein großes Engagement mit seiner höchsten Auszeichnung, der Goldenen Ehrennadel mit Brillanten, gewürdigt.

Bekannt im ganzen Landkreis ist Limmer als engagierter Schiedsrichter (seit 1960). Früher fuhr er noch mit dem Fahrrad zu den Spielen bis Haag, Maitenbeth oder Finsing. Die Schiedsrichtergruppe Erding würdigte seine Verdienste in 45 aktiven Jahren an der Pfeife 2004 mit der Ernennung zum Ehrenschiedsrichter. Auch in der Lokalpolitik brachte sich Limmer zum Wohle der Bürger 18 Jahre im Inninger Gemeinderat ein. Ein besonderes Engagement zeigte er beim Bau der Holzland-Mehrzweckhalle. Für seine kommunalen Verdienste wurde er 2010 mit der Bürgermedaille geehrt.

Das vielseitige Interesse des Jubilars am Inninger Gemeinwesen zeigen auch die langjährigen Mitgliedschaften beim Soldaten- und Kriegerverein und der Freiwilligen Feuerwehr. Und dann war der Limmer „Wast“ auch noch für die Heimatzeitung als Holzlandreporter unterwegs. Fast 40 Jahre berichtete er in Wort und Bild vor allem über gesellschaftliche Ereignisse und Vereinsaktivitäten. Als dann die „neue Zeit“ mit der Digitalfotografie „hob i aufg’hört“, erzählte der Jubilar. 

Hermann Weingartner

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