Grundsatzbeschluss im Gemeinderat

Mühlen will ein Bürgerhaus bauen

Inning - Inning soll ein Bürgerhaus bekommen. Der Gemeinderat hat dazu einen einstimmigen Grundsatzbeschluss gefasst. Bereits im Herbst könnten die Planungen beginnen.

Nach einem Erörterungstermin mit Bürgern, bei dem geklärt werden sollte, wie das Bürgerhaus genutzt werden könne, hat Bürgermeisterin Michaela Mühlen vom Gemeinderat einen einstimmigen Grundsatzbeschluss erhalten. Angedacht ist, das ehemalige Kramerhaus an der Hauptstraße gegenüber der Kirche abzureißen und dort ein Bürgerhaus zu bauen.

Die Gemeinde wolle keinen Prestigebau errichten, man wolle verantwortungsvoll mit den Steuergeldern umgehen, sagte Mühlen. Viele Veranstaltungen fänden derzeit im Pfarrheim statt. Dort aber sei die Barrierefreiheit nicht gegeben. Das würde sich im neuen Bürgerhaus, für das die Planungen bereits im Herbst beginnen könnten, ändern. Dieses sollte zu einem offenen Treffpunkt der Inninger werden. Die Bürger könnten sich laut Mühlen dort etwa Seniorennachmittage, Treffen nach der Kirche, ein Sonntags-Cafe der Frauengemeinschaft aber auch einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche vorstellen. Auch ein Kinderkino sei angedacht. Zur besseren Integration von Flüchtlingen könne auch eine Teestube verwirklicht werden. Aber auch Vorträge könnten stattfinden, genauso Veranstaltungen der Kreismusik- oder Volkshochschule, Ausstellungen sowie Kabarett-Veranstaltungen.

Auch ein konkreter Raumbedarf ist laut Mühlen bereits erörtert worden. So soll ein Mehrzeckraum mit 60 Quadratmetern, ein Besprechungszimmer mit 15 Quadratmetern, Sanitärräume mit 30 Quadratmetern, eine Küche und im Obergeschoss ein Saal mit Bühne im neuen Bürgerhaus Platz finden. Mit der Erschließung betrage die Grundfläche etwa 200 Quadratmeter, sagte die Bürgermeisterin.

Auch zukünftige Nutzungen müssten in die Planungen einfließen. So sei unklar, wie lange die Schützen noch im Gasthaus „Inninger Alm“ beherbergt würden oder wie lange es das Theater noch in Großwimpasing gebe. Dies hänge von verschiedenen Faktoren ab.

Mühlen aber machte unmissverständlich klar, dass die Gemeinde nicht in Konkurrenz zum benachbarten Inninger Gasthaus treten wolle. Finde im Bürgerhaus eine Veranstaltung mit Bewirtung statt, ist es für Mühlen selbstverständlich, dass dies Inninger Wirte dies bewerkstelligen würden. Man müsse etwa froh über so einen „wunderbaren Theatersaal“ wie in Großwimpasing sein. Für die Schützen müsste aber die Möglichkeit bestehen, irgendwann an das neue Bürgerhaus anbauen zu können. Im Gespräch mit den Bürgern sei es „spürbar“ gewesen „wie lebendig das Bürgerhaus werden kann“.

Gemeinderat Georg Schneider stimmte der Bürgermeisterin zu. Er erwartet ebenfalls eine „hohe Frequentierung“, wünscht sich aber, dass etwa ein Ladengeschäft oder ein Friseur in das Bürgerhaus integriert wird. Mühlen schloss dies nicht aus, stellte aber fest, dass gewerbliche Flächen bei einer Förderung nicht berücksichtigt werden könnten. Im ELER-Wettbewerb (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums), für den man der Gemeinde „gute Karten“ bescheinige, könnte das Bürgerhaus mit bis zu 42 Prozent bezuschusst werden. Es werde fest davon ausgegangen, dass man siegreich aus dem Wettbewerb hervor gehe, da die Gemeinde bisher ohne entsprechende Einrichtungen prädestiniert erscheine. Nach erfolgter Planung könne man sich Anfang 2017 für den Wettbewerb anmelden.

Auch Georg Hamburger bescheinigte der Bürgermeisterin, dass das Vorhaben „eine super Sache“ sei. Der gesamte Gemeinderat stimmte am Ende einstimmig für die Grundsatzentscheidung, ein Bürgerhaus errichten zu wollen.

Tobi Fischbeck

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