Wichtiger Fingerzeig: Planerin Birgit Kastrup erklärt die Vorplanungen für das neue Baugebiet. Foto: Lang

Neues Baugebiet in Inning: Diskussion um Parkplätze

Inning - Die Gemeinde Inning will ein neues Baugebiet ausweisen. Planerin Birgit Kastrup stellte die Pläne im Gemeinderat vor. An einer Stelle gab es allerdings Diskussionsbedarf.

„Wir streben die fünfte Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) an, weil wir beabsichtigen ein neues Baugebiet auszuweisen“, sagte Bürgermeisterin Michaela Mühlen in der Sitzung des Inninger Gemeinderates. Das Baugebiet soll im Osten des Ortes an die Siedlung an der Helderinger Straße angrenzen. Es sei der damals schon geplante zweite Abschnitt, der sich vom Ortseingang bis zur Kirche fortsetze.

Planerin Kastrup erklärte, die Änderung schließe quasi da an, wo das andere Baugebiet aufhöre. Das Grün am Ortseingang werde in ein Wohngebiet geändert. Die ursprüngliche Ortseingrünung verschiebe sich daher ein bisschen weiter nach Norden, führte Kastrup weiter aus. Die Parkplatzfläche, die sich nördlich an das Grün anschließe, mit 13 bis 14 Stellplätzen, und die, die östlich an den Friedhof angrenzen, seien gewünscht. Wegfallen werde die Fuß- und Radwegverbindung, die durch die alte Ortseingrünung lief. Zudem stelle sich die Frage, ob die Parkplatzflächen im Norden, die Gegenstand der alten Planung waren, noch beibehalten werden sollten. Sie kollidieren mit der Grünfläche am nördlichen Ortseingang, und die neuen Parkplätze an der Friedhofsmauer machten diese Anlage überflüssig, meinte Kastrup. „Es entstehen stattdessen ja an anderer Stelle Parkplätze“, ergänzte Bürgermeisterin Mühlen.

„Das finde ich nicht gut“, meinte Alois Winkler und argumentierte: „Andere Parkplätze sind für Fremde schlecht zu sehen, und Parkplätze sind es immer schon zu wenig.“ Gebaut seien sie ja noch nicht, entgegnete Kastrup. Es sei ja nur eine langfristige Planung.

Hans Schumertl meinte, diese Stellplätze, die entlang der Straße geplant gewesen waren, wären eh nur entstanden, „wenn wir den Grund bekommen hätten“. Auch Mühlen wollte Winklers Bedenken entkräften: „Wir schaffen ja Parkplätze woanders. Ich halte es für unrealistisch, dass dort in absehbarer Zeit Parkplätze gebaut werden.“ Die Zielvorgaben und Vorzeichen seien damals andere gewesen, versuchte auch Kastrup zu überzeugen. Ob im Eingangsbereich eines Baugebiets eine Stellplatzanlage so günstig sei, bezweifelte sie. Winkler erklärte, dass wegen der Mehrzweckhalle und der Kirche viel Parkplatzbedarf in diesem Bereich sei. Worauf ihm Josef Fenk entgegnete, dass in der Erschließungsstraße des neuen Baugebiets sicherlich Stellplätze für diese Anlässe vorhanden seien. In seiner Siedlung sei die Straße bei Veranstaltungen auch einseitig nutzbar und „für unsere Dimensionen ideal“. Wenn die Straße entsprechend breit genug sei, lasse er es sich eingehen, antwortete Winkler. Mühlen erklärte: „Eingrünen und gleichzeitig Parkplätze, das geht nicht.“ Auch die Planerin führte aus, für ein schönes Entrée in den Ort sei eine Eingrünung sinnvoll. Details könnten ja beim Bebauungsplan besprochen werden.

Die Parkplatzsituation sei so besser gelöst, pflichtete auch Schumertl bei. Warum sollten bei einer größeren Veranstaltungen nicht auf der gegenüberliegenden östlichen Seite Auto an Auto stehen dürfen, „wenn ich fünfmal im Jahr eine Beerdigung oder eine Veranstaltung habe“, meinte er. Mühlen hielt es zudem für unrealistisch, dass in den nächsten zehn Jahren Geld in die Hand genommen werde, um dort Parkplätze zu bauen, „wenn ich schaue, was wir alles vorhaben“. Zumal schon 15 Parkplätze im neuen Baugebiet entstehen sollen. „Warum muss ich es dann als Leiche im Flächennutzungsplan haben?“, fragte sie in den Raum. Schließlich stimmte das Gremium dem Vorentwurf sowie den Änderungen zu und fasste den Aufstellungsbeschluss.

Birgit Lang

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