Klare Worte: Bürgermeisterin Michaela Mühlen (l.) bei ihrer Neujahrsansprache in der Holzlandhalle. Foto: Lang

Neujahrsempfang Inning: Mühlen lobt den Zusammenhalt

Inning - Genau den Nerv der Zeit hat Innings Bürgermeisterin Michaela Mühlen bei ihrer Neujahrsansprache in der Holzlandhalle getroffen. Und das, ohne jemanden auf den Schlips zu treten.

Bereits zum 14. Mal hat das Bürgerforum, unterstützt vom Gemeinderat, den Neujahrsempfang ausgerichtet. Und jedes Jahr werden es mehr Gäste, darunter auch Neubürger. Nur die ersten Asylanten hatten sich noch nicht getraut, zu kommen.

Mühlen kündigte 2016 als ein Jahr der „großartigen Feste und Veranstaltungen“, aber auch der Entwicklung und des Wachstums an. Neben dem Holzlandvolksfest im Mai stünden das 50-jährige Bestehen des FC Inning im Juli, die Einweihung des Lehrgartens des Gartenbauvereins im Juni und die erste Kirtafeier der Frauengemeinschaft im Oktober an. „Weiterentwicklung und Wachstum werden uns beschäftigen“, erklärte Mühlen. Sie nannte den Beginn eines neuen Baugebiets, den Breitbandausbau, der voraussichtlich im kommenden Herbst abgeschlossen werde und die Vorbereitungsplanung für die Dorferneuerung. Hier wurden im Sommer drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich den Themen Ortsbild und Ortsgestaltung, soziale Angebote und Dorfgemeinschaft sowie Wege, Grünstruktur und Erholung widmen. Im Frühjahr gehe es in die zweite Runde. Ziel sei ein gemeinsames Handlungsprogramm. „Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird uns viele Jahre beschäftigen“, sagte Mühlen. Sie freue sich über die gute Beteiligung und den großen Eifer der Arbeitsgruppen, die einen „guten Blick für unsere Gemeinde“ haben. „Damit wir uns als Gemeinde weiterentwickeln können, brauchen wir vor allem eine gute Art des Umgangs miteinander“, betonte sie. Die jungen Menschen lernen auch in der Gemeinde, worauf es im Leben ankomme, wie man Verantwortung für dieses Zusammenleben übernehme.

„Das Leben gemeinsam zu gestalten, das ist das Band, das die Mitglieder einer ländlichen Gemeinde zusammenhält“, beschrieb sie es und freute sich, dass es in Inning viele gebe, die Verantwortung übernehmen und damit die Gemeinde lebens- und liebenswert machen. Ehrenamtliche würden für ein lebendiges Vereinsleben sorgen, den Nachwuchs in den Vereinen fördern, Alten und Kranken helfen, sich beispielhaft um die 18 Asylsuchenden in der Gemeinde kümmern. „Es ist für mich beinahe unglaublich, was in den letzten Monaten auf die Beine gestellt wurde. Ich bin dankbar, dass wir für unsere Aslysuchenden Wohnraum gefunden haben, und ich bin manchmal tatsächlich sprachlos, wie viele Leute bereit sind, sehr viel zu investieren, um den Flüchtlingen“ zu helfen. Dafür dankte sie allen, was mit spontanem Applaus aus der Menge bedacht wurde. Sie wünschte allen, dass diese Verbundenheit zueinander und das Zusammenhelfen auch weiterhin gelebt werde.

Birgit Lang

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