Bürgerhaus Inning 

Schützen bleiben auf der Alm

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Bürgermeisterin Michaela Mühlen hat die aktualisierten Pläne für das Bürgerhaus vorgestellt. Eins bedauert die Gemeindechefin: Der Schützenverein Waldperle wird nicht mit Schießstand und Stüberl ins Bürgerhaus einziehen.

InningEigentlich war geplant, die Waldperle-Schützen im Untergeschoss anzusiedeln, informierte Mühlen in der Bürgerversammlung. Der Schießstand wäre eine Unterkellerung des Dorfplatzes geworden. Die Vereinsführung habe sich jedoch dafür entschieden, in der Gaststätte Inninger Alm zu bleiben.

Und so wird das Bürgerhaus nach Informationen von Mühlen aussehen: Es wird angrenzend an die Straße Richtung Kindergarten errichtet, so dass der Platz sich nach Süden hin öffnen kann. Der Eingangsbereich wird überdacht, das Erdgeschoss über drei Flügeltüren mit dem Dorfplatz verbunden. Auf der Rückseite des Gebäudes befinden sich der Notausgang aus dem Obergeschoss sowie ein separater Zugang zur Küche, so dass im Falle eines Caterings das Essen mit kurzen Wegen angeliefert werden kann. Auf der Westseite befindet sich ein extra Zugang für die Jugend, so dass der Jugendbereich für sich allein funktioniert.

„Insgesamt haben wir uns sehr an die bei uns traditionelle Bauform mit Satteldach und ohne Vordach gehalten, ein bodenständiger Entwurf ohne Stilexperimente“, so die Bürgermeisterin. Über die endgültige Gestaltung des Dorfplatzes sei noch nicht entschieden, das werde sich im Lauf der Planungen noch zeigen. Beabsichtigt sei aber, im Westen eine Art Freisitz mit Lagerraum zu errichten, in dem man zum Beispiel Biergarnituren lagern kann, und wo Grill und Ausschank bei Festen im Freien einen geschützten Standort haben. Das komplette Gebäude wird barrierefrei mit Aufzug.

Herzstück des Erdgeschosses ist der Gruppenraum mit 78 Quadratmetern. Hier können kleinere Vorträge und Veranstaltungen stattfinden. Auch ein Cafébetrieb oder Mittagessen sei vorstellbar, wenn ein Verein oder eine Gruppe Interesse habe, sagte Mühlen. Auch Seniorennachmittage, Bastelgruppen, Mutter-Kind-Gruppe und andere Gruppierungen seien hier willkommen.

Saal mit 140 Plätzen

Im Obergeschoss befindet sich der Saal mit 140 Sitzplätzen. Es ist eine fest installierte Bühne inklusive Technik vorgesehen. Vor dem Saal befindet sich ein kleines Foyer.

Der Grundriss für das Untergeschoss wurde nach der Entscheidung der Waldperle-Schützen, dort nicht einzuziehen, nochmal überarbeitet. Das Bürgerhaus wird laut Mühlen trotz der Absage der Schützen komplett unterkellert. Das ergebe einen größeren Jugendraum mit 75 Quadratmetern und mehr Lagerflächen. Für die Jugend wird es einen kleinen Lagerraum und separate Toiletten geben, so dass dieser Bereich eigenständig genutzt, bei Veranstaltungen aber trotzdem mit dem Rest des Gebäudes verbunden werden kann.

„Wir haben uns bei der Planung des Gebäudes sehr stark an die Ergebnisse gehalten, die in einer Tageswerkstatt im Rahmen der Vorbereitungsplanung der Dorferneuerung von Bürgern, Vertretern des Gemeinderats und teilweise Vereinsvertretern erarbeitet wurden“, sagte Mühlen. Aktuell liege der Plan dem Landratsamt zur Genehmigung vor. Anschließend werde er beim Eler-Wettbewerb eingereicht, um Fördermittel zu sichern. Mühlen rechnet mit einer Förderung von voraussichtlich 60 Prozent der Nettobaukosten. Die Zusage wird im Herbst erhofft, so dass der Startschuss für das Bürgerhaus 2019 gegeben werden könne.

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