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Positiver Bericht: Bürgermeisterin Michaela Mühlen hatte erfreuliche Zahlen parat.

Bürgerversammlung Inning

Schulden sinken unter die Millionenmarke

Erstmals seit langer Zeit liegt die Schuldenlast der Gemeinde Inning unter einer Million Euro. „Wir haben die Schulden weiter senken können“, freute sich Bürgermeisterin Michaela Mühlen bei der Bürgerversammlung in Ottering.

Inning Zum Ende 2016 betrug der Schuldenstand der Gemeinde Inning 924 258 Euro, 2015 waren es noch über 1,05 Millionen Euro. Damit reduzierte sich auch die Zinsbelastung von 40 396 Euro im Jahr 2015 auf 32 330 Euro im vergangenen Jahr.

2003 hatte die Gemeinde noch über zwei Millionen Euro Schulden, sagte Mühlen und verdeutlichte den Abwärtstrend in den vergangenen zehn Jahren an einer Fieberkurve. Dies zeige, dass die Kommune bestrebt sei, die Ausgaben im vernünftigen Maß zu halten, sinnvoll zu investieren, trotzdem Schulden abzubauen und etwas zu bewegen. Die Pro-Kopf-Verschuldung 2016 lag bei 635 Euro und hat sich damit im Vergleich zu 2012 fast halbiert.

Mühlen listete die Entwicklung der wichtigsten Einnahmen und Ausgaben auf. Das Volumen des Verwaltungshaushaltes 2016 lag bei über 2,66 Millionen Euro, das des Vermögenshaushalts bei über 1,55 Millionen. Das Gesamtvolumen sei damit um rund 800 000 Euro höher gewesen als 2015. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt 2016 bezifferte die Bürgermeisterin auf 187 458 Euro. Der Hebesatz für die Grundsteuern A und B sei konstant bei 350 Prozentpunkte geblieben, die Einnahmen beliefen sich auf 20 291 Euro beziehungsweise 106 223 Euro.

Bei den Gewerbesteuereinnahmen 2016 musste Mühlen „leider einen weiteren Rückgang im Vergleich zu den vergangenen Jahren“ vermelden. Sie beliefen sich auf 256 535 Euro, 313 671 waren es noch im Jahr 2015. Dafür konnte Mühlen einen „enormen Anstieg“ bei der Einkommensteuerbeteiligung auf 856 486 Euro vermelden. Das waren über 50 000 Euro mehr als 2015. Weiter angestiegen sei die Steuerkraft pro Einwohner auf 713 Euro, leicht gesunken sei hingegen die Umlagekraft auf 1,23 Millionen Euro.

Vom Freistaat hat die Gemeinde 269 156 Euro Schlüsselzuweisungen erhalten, also um fast 47 000 Euro mehr als 2015. Dafür sei die Kreisumlage 2016 gesunken, also die Summe, die die Gemeinde an den Landkreis für dessen Finanzbedarf abführen muss. Hier hatten die Inninger dennoch fast 580 000 Euro zu leisten. „Wir haben auch die VG-Umlage senken können. Das zeigt, auch in der VG wird sehr umsichtig gewirtschaftet“, meinte sie, trotz der Schulden, die noch für den Rathausbau vorhanden seien. Pro Einwohner musste 2016 eine VG-Umlage von 145 Euro bezahlt werden.

Den gemeindlichen Aufwand für Bildung und Erziehung bezifferte Bürgermeisterin Mühlen auf 399 859 Euro. Darin enthalten sind die Schulverbandsumlage für die Mittelschule mit 68 640 Euro für 27 Schüler, die Kosten für die Inninger Grundschule von 83 071 Euro sowie für das Kinderhaus mit 235 023 Euro. Für die Kreismusikschule wurden 5456 Euro bei 34 Schülern und für die VHS 7658 bei 125 Teilnehmern abgeführt. Rund 70 511 Euro gaben die Inninger für die Freiwillige Feuerwehr aus, ein Großteil davon seien kalkulatorische Kosten, erklärte die Bürgermeisterin. Sie bedankte sich bei den 34 aktiven Mitgliedern und zwölf Leuten der Jugendfeuerwehr, die sich mit „viel Herzblut und großem Einsatz“ engagieren. Sehr freute sich Mühlen auch über die positive Entwicklung bei der Jugendfeuerwehr. Neue Mitglieder seien immer willkommen, vor allem auch, um die Tagesstärke zusammenbringen zu können.

Birgit Lang

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