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Theater als Leidenschaft: Stefan Voglhuber hat seine große Liebe zum Beruf gemacht. Im Holzland inszeniert er jetzt den Brandner Kaspar.

Portrait Stefan Voglhuber

Der Theatermacher

Hinter allem, was in der Holzlandgemeinde Inning mit Theater zu tun hat, steht Stefan Voglhuber. Jetzt plant der aus Reimering stammende Berufsschauspieler mit der Theatergruppe der Schützengesellschaft Waldperle das erste Freilichttheater in Inning.

Von Birgit Lang

Inning – Der beliebte Klassiker „Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben“ von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell soll im Juli auf der Inninger Alm aufgeführt werden. Der Vorverkauf läuft bestens. 500 Eintrittskarten sind schon über die Theke gegangen, freut sich Voglhuber. Er ist schon lange Mitglied bei der Theatergruppe, führt dort auch schon ewig Regie bei den Stücken, die immer an Ostern beim Wirt z’Wimpasing aufgeführt werden. Für neue Sachen ist Voglhuber immer zu haben und gerne auch Initiator. „Wir wollten schon lange mal ein Freilichttheater spielen, erklärt er. Die Inninger Alm eigne sich wunderbar. Es ist ein schönes Eck, mitten im Ort, von Bäumen eingewachsen, gut zu erreichen und trotzdem ruhig. Auch die Infrastruktur ist ideal, Parkplätze und Toiletten sind vorhanden.

Es wurde ein kleiner Ausschuss in der Theatergruppe gebildet, der sich mit der Planung befasst. Im Team dabei sind Georg Rosenhuber, Kurt, Petra und Lukas Unterreitmeier (er kümmert sich auch um die Internetseite und den Online-Shop für den Kartenvorverkauf), Günter Fenk (zuständig für den direkten Kartenverkauf) sowie Bianca und Stefan Höller. Für den Bühnenbau konnte Martin Rattenberger vom Bayerischen Rundfunk gewonnen werden. Er ist auch beim Holzlandvolksfest für den Baraufbau verantwortlich. Mit den Proben für das Stück, das laut Voglhuber „auch ein bisserl was Eigenes sein wird“, wird im Juni begonnen. Die Bewirtung werden die Schützen übernehmen.

Voglhuber ist jetzt 34 Jahre alt und angekommen. Bei der VR-Bank hat er eine Ausbildung absolviert und danach in der IT-Abteilung gearbeitet. Das füllte ihn auf Dauer nicht aus. Also hat er sein Hobby, die Schauspielerei, zum Beruf gemacht. 2011 begann er eine Ausbildung zum Schauspieler in München. „Ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Es ist genau das, was ich machen wollte. Der schönste und abwechslungsreichste Job, den man haben kann“, beteuert er begeistert. Und, dass er von seinen Gagen leben kann. Freiberuflich ist er momentan im Blutenburg Theater in München tätig. Auch im Stadttheater Weilheim hat er regelmäßig Engagements. Sogar bei den Rosenheim Cops hatte er im Fernsehen schon einen Gastauftritt. Im vergangenen Sommer spielte er in Aidenbach bei Aldersbach bei einem historischen Stück mit. Da konnte er sich natürlich das ein oder andere abschauen für das Freilichttheater.

Gesucht: Ein Lokal als Bühne für Erding

Kurt und Petra Unterreitmeier waren auch nicht untätig. Sie haben sich den Brandner Kaspar in Oberammergau im Passionstheater in einer Inszenierung von Christian Stückl angesehen. So reifte der Entschluss schnell, das gleiche Stück auch in Inning auf die Bühne zu bringen. Seiner alten Heimat ist er immer noch verbunden, sodass die ganze Holzlandgemeinde von Voglhubers Beruf und Leidenschaft profitiert. Denn auch das Theater z’ Bierbach hat er vor vier Jahren ins Leben gerufen. Weil die Nachfrage so groß war, wechselte er nach seinem ersten Solo-Auftritt im Weinstadl schnell in den großen Saal. Dort tritt er mittlerweile immer mit seiner Freundin Teresa Sperling auf, so erst diesen Januar mit „Wohnen im Glück“. Auch im künftigen Inninger Bürgerhaus wird es eine Theaterbühne geben. Auch dort dürfen sich die Theaterfreunde in etwa drei Jahren schon auf spannende Inszenierungen mit Voglhuber freuen.

„Ich möchte auch in Erding ein Theater aufmachen, denn die Kleinkunstbühnen können sich nicht halten“, meint er. Schwierig sei es nur, einen geeigneten Raum zu finden, der mindestens drei Meter hoch, bezahlbar und nicht „total ab vom Schuss sei“. Voglhuber schweben 250 Quadratmeter vor für Bühne, Zuschauerraum, eine kleine Bar und Stauraum.

Der Brandner Kaspar wird am 20./21./22. und 27./28. und 29. Juli, jeweils um 20.30 Uhr aufgeführt. Biergartenbetrieb ist ab 18 Uhr. Helfer für Bewirtung, aber auch Darsteller sollen sich einfach melden oder mailen. Weitere Infos und Kartenvorverkauf unter www.theater-inning.de.

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