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Michaela Mühlen (BF) Die 38-Jährige ist seit 2014 Bürgermeisterin der Gemeinde Inning am Holz.

Serie: Halbzeit zwischen den Kommunalwahlen

„Wir werden bald erschwingliches Bauland anbieten können“

2014 waren die Kommunalwahlen – Zeit für eine Zwischenbilanz. Nach drei Jahren wollen wir von den amtierenden Bürgermeistern wissen, welche Projekte aus dem Wahlkampf bereits umgesetzt wurden, wo es noch hapert und wie die nächsten drei Jahre aussehen. Heute: Michaela Mühlen (38), Bürgermeisterin von Inning.

-Rückblick auf Ihr Wahlprogramm: Was wurde bereits umgesetzt?

Michaela Mühlen:Für unsere Dorferneuerung haben wir uns, wie es den Presseberichten der vergangenen Wochen zu entnehmen war, einiges vorgenommen und stehen nun kurz vor der Umsetzung der ersten Maßnahmen. Auch der erste Abschnitt des Breitbandausbaus wurde bereits abgeschlossen, der Auftrag für den zweiten Abschnitt wurde schon erteilt. Zur Stärkung unserer kleinen Gemeinden befürworte ich dort, wo sie sinnvoll ist, die interkommunale Zusammenarbeit. Hier konnten wir mit der Bauhofkooperation im Holzland einen entscheidenden Schritt gehen.

-Was wurde noch nicht umgesetzt – und vor allem: Warum?

Mühlen:Mit der geplanten Ausweisung eines Neubaugebietes sind wir zeitlich mehr als ein Jahr im Verzug, da die Gestaltung der Zufahrt zum überplanten Gelände nicht ganz einfach war. Mittlerweile konnten wir dieses Problem aber endlich lösen und freuen uns, bald erschwingliches Bauland in Inning anbieten zu können.

-Wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrem Gemeinderat?

Mühlen:Ich freue mich, dass ich mit lauter so engagierten Leuten zusammenarbeiten kann. In unserem Gemeinderat wird kontrovers und konstruktiv diskutiert und immer zum Wohl der Gemeinde an einem Strang gezogen. Es ist eine sehr gute und wertschätzende Zusammenarbeit, die viel Spaß macht.

-Was war in den vergangenen drei Jahren als Bürgermeisterin Ihr schönstes Erlebnis?

Mühlen:Die schönsten Erlebnisse sind die Ereignisse und Veranstaltungen, bei denen die Qualität unserer Dorfgemeinschaft deutlich wird, weil man zusammenhält und -hilft. Aber auch so manche Gespräche über spannende Lebensgeschichten bei runden Geburtstagen machen mir viel Freude.

-Welches war besonders ernüchternd?

Mühlen:Ich erlebe es als ernüchternd und enttäuschend, wenn ich mich auf einen Handschlag nicht verlassen kann.

-Gibt es etwas, das Sie in den nächsten drei Jahren anders machen wollen?

Mühlen: Es gibt immer etwas, das man in Zukunft anders machen will. Um eine möglichst gute Arbeit abzuliefern, ist es unerlässlich, sich selbst immer zu reflektieren und Veränderungs- und Entwicklungspotenzial zu erkennen und umzusetzen. Dinge anders zu machen ist in meinen Augen ein ständiger, nie endender Prozess.

-Vorschau auf 2020: Machen Sie‘s noch einmal?

Mühlen:Wenn die Inningerinnen und Inninger mit meiner Arbeit zufrieden sind und mich wieder als ihre Bürgermeisterin haben möchten, mache ich es sehr gerne noch einmal.

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