Die jubelnden Ferienkinder auf der Stroh-Hüpfburg der Familie Genzinger in Linden mit ihren Betreuern (v.l.): Regina, Bepp, Stefan Genzinger und Maria Feckl sowie (v.r.): Renate Bruckmeier, Martin Genzinger, Bettina Gruber March Nitzl (hinten) und Angie Greimel
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Die jubelnden Ferienkinder auf der Stroh-Hüpfburg der Familie Genzinger in Linden mit ihren Betreuern (v.l.): Regina, Bepp, Stefan Genzinger und Maria Feckl sowie (v.r.): Renate Bruckmeier, Martin Genzinger, Bettina Gruber March Nitzl (hinten) und Angie Greimel

Naturnahes Ferienprogramm

„Ferien auf dem Hühnerhof“ für die Buchbacher und Ranoldsberger Kinder

In vier Gruppen, begleitet von je einer Landfrau, erhielten die Kinder einen Einblick in das Leben auf dem Hof

Buchbach – „Ferien auf dem Hühnerhof“ veranstaltete für die Buchbacher und Ranoldsberger Kinder die Familie Genzinger auf ihrem Hof in Linden – beim „Schmied a da Lindn“, unterstützt von den Buchbacher Landfrauen.

29 Kinder hatten sich angemeldet, was zeigt, dass die Kinder nach einer Ferienbeschäftigung suchen. Für das Buchbacher Ferienprogramm hatte sich außer der Familie Genzinger/Buchbacher Landfrauen nur die KLJB mit dem Zeltlager, Christine Löffelmann und den Workshops von Bärbel Ruschig sowie die Steeger Schützen mit ihrem „Kicker-Spicker-Biathlon“ angemeldet. Trotz Corona-Einschränkungen, gerade nach einer Zeit der Entbehrungen für die Kinder, ein etwas dürftiges Ferienangebot, was aber den Zuspruch für die Veranstalter entsprechend erhöhte.

In vier Gruppen, begleitet von je einer Landfrau, sollten die Kinder einen Einblick in das Leben auf dem Hof bekommen. Was sie da an Details gesehen und erfahren haben, war schon beeindruckend. So lernte eine Gruppe im Hühnerstall von der Bäuerin Regina Genzinger, was zu einer artgerechten Nutztierhaltung bei den Legehühnern gehört. Dass die Hühner genügend Platz zum Scharren und Picken brauchen, weil sie nicht im Wasser baden, sondern im Sand ihr Gefieder reinigen, und dass sie auch von ihren Feinden, wie dem Fuchs, Marder oder Habicht geschützt werden müssen.

Die nächste Gruppe erwartete Martin Genzinger und Bettina Gruber auf dem Feld zur Kartoffelernte. Dabei wurde den Kindern erklärt, dass Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören, sie im April etwa 15 Zentimeter tief im Abstand von 35 Zentimeter in den lockeren Boden ausgebracht werden. Dabei spricht man von der Mutterknolle, die Ausläufer bildet und neue kleine Knollen ansetzt. Jedes Kind durfte an dieser Station etwa ein Kilo Kartoffeln ausgraben und mit nach Hause nehmen.

An der nächsten Station wurden die Kinder von Kathi Steinberger in die Nudelherstellung eingeführt. Der Teig, der nur aus Dinkelmehl und Eiern bestand, wurde durch eine Matrize der Nudelmaschine gepresst und anschließend getrocknet. Ob Spaghetti, Spirelli oder Muscheln, alles war möglich. Dabei konnte man feststellen, dass ein großer Teil der Kinder diese Art der Nudelherstellung nicht kannte und daher voll begeistert war.

Am Schluss der einzelnen Stationen ging es mit Bepp Genzinger auf einen Waldrundgang. Er erklärte den Kindern verschiedene Baumarten von Groß und Klein. Dabei zählte er mit ihnen auch die Jahresringe der Stämme, wo sie das jeweilige Alter ermitteln konnten. Neben der Wahrnehmung der verschiedenen Geräusche im Wald brachte er den Kindern auch den behutsamen Umgang mit der Natur ganz nah.

Am Ende dieses sicherlich für die Kinder einmaligen, informativen Tages, mit natur- und hautnaher Heimat- und Naturkunde, ließen sich die Ferienkinder die von den Landfrauen vorbereitete Brotzeit schmecken und tobten auf der vorbereiteten Hüpfburg aus Stroh, bis sie von ihren Eltern abgeholt wurden. - fr

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