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Intensivstation im Kreiskrankenhaus stundenweise abgemeldet

Erding - Das Kreiskrankenhaus Erding reagiert auf die Kritik von Helmut Trinkberger. Das Kommunalunternehmen erklärt, dass der ÖDP-Kreisrat „falsche beziehungsweise veraltete Informationen als Grundlage für die Diskussion" genutzt habe.

Unter anderem hatte Trinkberger das Thema Bettenschließungen angesprochen. „Insbesondere im April war ein Teil der insgesamt 325 Betten in Erding vorübergehend nicht belegbar“, erklärt KKH-Sprecherin Denial Fritzen.

Dies sei jedoch vor allem geschehen, um die Mitarbeiter im Pflegedienst zu entlasten, da die Zeit um Ostern erfahrungsgemäß in jedem Jahr eine geringere Belegung mit sich bringe. In vergangenen Jahren sei daher auch in der Zeit der Osterferien eine halbe oder ganze Station geschlossen worden. Für die zusätzliche Entlastung der Mitarbeiter seien vorübergehend so genannte Holding-Areas definiert worden, um Patientenaufnahme und -entlassung noch effektiver zu gestalten.

Trotz dieser vorübergehend reduzierten Belegungsmöglichkeit sei die Kapazitätsgrenze im KKH nie erreicht gewesen, so Fritzen: „Es musste also kein Patient abgewiesen werden.“

Die einzige Ausnahme bilde die Intensivstation. Hier habe ein spontaner Ausfall von mehreren Mitarbeitern dazu geführt, dass von zehn Betten nur noch sechs belegt werden konnten. Deswegen sei die Station einige Male vorübergehend, meist stundenweise, beim Rettungsdienst abgemeldet worden. Es sei kein Patient unbehandelt geblieben, da der Rettungsdienst dann umliegende Kliniken anfährt. Seit Mitte April sei es zu keinen Abmeldungen der Intensivstation gekommen, seit Mitte Mai habe sich die Lage im Gesamthaus deutlich entspannt.

Das Krankenhaus weist auch den Vorwurf Trinkbergers zurück, dass Mitarbeiter der Krankenhaustochter Promed teilweise 250 Euro weniger Lohn erhielten als die nach Tarifvertrag bezahlten Angestellten des Kommunalunternehmens. Die dreijährig examinierten Pflegefachkräfte erhielten im KKH bei gleicher Arbeit und gleicher Verantwortung auch das gleiche Gehalt, erklärt Fritzen. Es stimme, dass die bei der Promed GmbH angestellten Pflegefachkräfte früher teils weniger verdient haben. Dies sei seit einigen Jahren behoben. Pflegefachkräfte und Ärzte würden direkt vom Kommunalunternehmen eingestellt.

Die bei Promed beschäftigten Fachkräfte würden ebenso wie ihre Kollegen nach dem Haustarifvertrag bezahlt, der an den Tarifvertrag angelehnt ist. Das gelte auch für die Absolventen der Krankenpflegeschule am KKH. Von den 22 Schülern des ersten Jahrgangs hätten elf einen Arbeitsvertrag in Erding.

Bei Promed würden derzeit die Berufsgruppen angestellt, die in vielen anderen Häusern „outgesourced“ wurden. Viele Krankenhäuser hätten Bereiche wie Küche und Reinigungsdienst an externe Dienstleister abgegeben, um auf diese Weise Kosten zu sparen. Dabei werde in Kauf genommen, dass diese Dienstleister ihre Mitarbeiter zu schlechteren Konditionen beschäftigen. Das Ziel des KKH Erding mit Klinik Dorfen sei, weiterhin sämtliche Bereiche im Krankenhaus zu behalten und auch die Mitarbeiter dieser Bereiche selbst zu beschäftigen.

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