Großes Interesse: Der Saal im Pfarrheim Isen war bei der Jubiläumsfeier voll besetzt. aHu

NBH Isen-Lengdorf-Pemmering: Eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Isen - Die Nachbarschaftshilfe (NBH) Isen-Lengdorf-Pemmering ist eine Erfolgsgeschichte. Vor zehn Jahren ist der Verein gegründet worden. Einsatzleiterin Patrizia Brambring legte bei der Jubiläumsfeier beeindruckende Zahlen vor.

Seit der Vereinsgründung vor zehn Jahren waren ihre Helfer rund 36 000 Stunden für hilfsbedürftige Mitmenschen im Einsatz und haben dabei 166 000 Kilometer zurückgelegt. Was hinter den Zahlen steht, beschrieb Brambring so: „Unsere Nachbarschaftshilfe bemüht sich, dort zu helfen, wo für Menschen alltägliche Dinge durch besondere Belastungssituationen wie Krankheit, Behinderung oder altersbedingte Einschränkungen zu scheinbar unüberwindlichen Hindernissen werden“.

Hilfe leistet die NBH, die von 425 Mitgliedern unterstützt wird und in der sich 55 Helfer engagieren, in verschiedenen Bereichen, von Fahrdiensten bis Trauergesprächen. Die Seniorenbetreuung, ob zu Hause oder im Nachbarschaftstreff in der Bischof-Josef-Straße, besitzt mit 15 800 geleisteten Stunden den höchsten Stellenwert. „Unser Ziel ist es, allen Menschen in unserem Pfarrverband ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu Hause zu ermöglichen“, sagte die Einsatzleiterin.

Brambring koordiniert nicht nur die Einsätze, sie ist selbst täglich mehrere Stunden ehrenamtlich im Einsatz: medizinische Hilfe, Körperpflege und der Palliativbereich gehen allein auf ihr Konto. Daneben sorgt sie dafür, dass immer genug Spendengelder in die Kasse fließen.

Über den überwältigenden Besucherandrang bei der zehnten Jahreshauptversammlung des Vereins freute sich auch Vorsitzende Gerlinde Sigl. Die Lengdorfer Bürgermeisterin sah durch das Engagement der NBH „Wohnqualität und Heimatgefühl“ gestärkt. „Ich möchte allen ehrenamtlichen Helfern Danke sagen. Ohne euren unermüdlichen Einsatz könnten wir nicht auf zehn Jahre Verein zurückblicken.“

Dass es das soziale Projekt eigentlich schon seit 22 Jahren gibt, rief Isens Bürgermeister Siegfried Fischer in Erinnerung. Er nutzte die Gelegenheit, den Gründern der ersten Generation zu danken, deren Voraussicht die NBH Isen-Lengdorf-Pemmering zu verdanken sei. Damals wie heute zeige die NBH, die im übrigen der Kommune immer ein verlässlicher Partner gewesen sei, „eine großartige Einstellung zum Nächsten im christlichen Sinne“. Das Nachbarschaftsprojekt sei, so Fischer, „einer der wertvollsten und wichtigsten Partner überhaupt. Ich bin noch nie auf taube Ohren gestoßen.“

Auch Pfarrer Josef Kriechbaumer warf einen Blick in die Vergangenheit: So habe man bereits 2004 ein zehnjähriges Jubiläum begangen. Meinungsverschiedenheiten um die Vereinsbildung hätten dazu geführt, dass sich Gründungsvater Konrad Kesenheimer aus der NBH zurückgezogen habe.

Auf die gesunde Finanzlage ging Kassier Matthias Brenner ein. Neben den laufenden Ausgaben unterstütze die NBH auch direkt Menschen, die in Not sind, sowie die Flüchtlingshilfe Isen. Vom Dachverband Caritas war deren Erdinger Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab zum Jubiläum gekommen. „Ihr könnt sehr, sehr stolz sein auf das, was passiert ist“, sagte sie. Besonders hob sie das Wirken von Einsatzleiterin Brambring hervor: „Die Nachbarschaftshilfe lebt von ihr und mit ihr.“

Bei den Neuwahlen des Vorstands wurden alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Neu ist Beisitzer Alois Jaworek, der den verstorbenen Josef Irl ersetzt.

Der neue Vorstand:

Vorsitzende: Gerlinde Sigl.

Stellvertreter: Heidi Moser.

Schriftführer: Barbara Bernauer.

Kassier: Matthias Brenner.

Beisitzer: Eduard Schweiger (Pemmering), Barbara Obermaier (Isen), Alois Jaworek (Lengdorf).

Kassenprüfer: Karoline Eichner, Michaela Rosenhuber.

Anne Huber

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