News-Ticker zum Barcelona-Terror: Zahl der Todesopfer auf 15 gestiegen

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Barbara Bernauer †

Nachruf

Abspann im Film des Lebens

Im Altern von 73 Jahren ist die in Isen lebende Filmautorin Barbara Bernauer nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.

Isen – Im aktuellen Programmheft des Bundesfilmfestivals für Kurzfilme, das der Bundesverband Deutscher Film-Autoren an diesem Wochenende zum wiederholten Mal in Dorfen abhält, wird sie als Ausrichter genannt. Doch Barbara Bernauer, die das Festival zusammen mit ihrem Lebensgefährten Adalbert Becker organisiert hat, wird die Teilnehmer und Gäste nicht mehr begrüßen. 

„Die Besucher haben gespürt, dass Barbara viel Herzblut in die Organisation der Festivals gesteckt hat“, ist sich Becker sicher. Ihre Ideen und ihre Liebe zum Detail hätten das Bundesfilmfestival jedes Mal anders, aber auch jedes Mal wieder zu einem besonderen Ereignis gemacht. Nicht von ungefähr hat das von Bernauer und Becker in St. Wolfgang abgehaltene Filmfest die Auszeichnung „Festival der Herzen“ erhalten.

Ihre Leidenschaft für den Film hat Bernauer im „Münchner Filmclub“ entdeckt. In Isen, wo die Verstorbene seit 2000 gelebt hat, war sie bekannt, weil sie bei allen wichtigen Ereignissen mit der Kamera dabei war. Ihr immer zur Seite war Adalbert Becker. Die beiden waren jedoch nicht nur hinter der Kamera ein eingespieltes Team, auch den aufwändigen Filmschnitt bewältigten sie gemeinsam. Bestens bekannt war Bernauer auch in St. Wolfgang, wo sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten Landschaft und Leute gefilmt hat. Herausgekommen ist ein viel beachtetes filmisches Porträt der Goldachgemeinde.

Bereits 2001 hat die Verstorbene das Internetportal „Isen Online“ aus der Taufe gehoben, auf der man alles finden konnte, was wichtig in und für Isen und seine Bewohner war. Viele Websites von Vereinen wurden von ihr unentgeltlich erarbeitet und gepflegt. Doch ihr ehrenamtliches Engagement ging noch weiter: In der Nachbarschaftshilfe Isen-Lengdorf-Pemmering war sie jahrelang als Schriftführerin tätig. Auf großen Anklang stießen die „Vier K“, Kinonachmittage für Senioren, bei denen kostenlos auch Kaffee und Kuchen genossen werden konnten.

Ihre Partnerschaft verdanken Bernauer und Becker der Fusion von Siemens und Nixdorf. Über den Beruf haben sich die technische Assistentin in der Entwicklungsabteilung bei Siemens und der Projektleiter bei Nixdorf kennengelernt. Ihren 25. Jahrestag, den sie im September in Dubai feiern wollten, hat Bernauer nun nicht mehr erlebt. In einer „letzten Feier für meine Barbara“ haben sich Familie, Freunde und Bekannte von der Verstorbenen verabschiedet. ahu

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