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Blasmusik vom Feinsten: Die Blaskapelle Isen beim Frühjahrskonzert unter Leitung von Dirgentin Regina Gaigl (l.). 

Blaskapelle Isen

Aha-Erlebnis für die Konzertbesucher

Isen – Die Blaskapelle Isen hat beim Frühjahrskonzert in der Schulturnhalle zwar wie gewohnt die ganze Bandbreite von Orchestermusik präsentiert, diesmal hat man sich aber mit der Oper Carmen von Georges Bizet etwas Besonderes einfallen lassen.

Die Oper wurde in der Bayerischen Fassung von Paul Schallweg „Wia d’Liab an Sepp zum Mörder gmacht hat“ vorgetragen. Die Sprecher Leni Fichtner, Lukas Fichtner und Bernhard Stangl agierten dabei mit klaren Stimmen so akzentuiert, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Die vier Opern-Stücke, die schon nach den ersten Takten ein Aha-Erlebnis auslösten („Auf in den Kampf Torero“) hatte Dirigentin Regina Gaigl zum Teil selbst arrangiert.

In ihrer Ansage hob die Vereinsvorsitzende Regina Kellner Solist Andreas Litzlbeck hervor, der nicht nur als brillanter Querflötist (25 Jahre aktiv), sondern „multifunktional“ einsetzbar sei, beispielsweise als Logo-Designer. Wie immer kam bei der Blaskapelle auch diesmal die Gaudi nicht zu kurz. So hatte man gleich zu Beginn den aufwendig produzierten Werbe-Trailer auf der Riesenleinwand abgespielt, in dem Sir Quickly alias Franz Windshuber am originalen Irgendwie-und-Sowieso-Schauplatz im Klement-Saal auf Brautschau geht. Und als wäre er der Leinwand entstiegen, fährt er prompt mit dem Kult-Mofa samt Braut vor. Das nächste Stück „Rise of the Firebird“ von Steven Reineke überzeugte nicht nur, weil es für Blasorchester maßgeschneidert ist, sondern die hohe Qualität der 76 Musiker erkennen lässt, von denen immerhin jeder vierte im Besitz des Goldenen Leistungsabzeichens ist.

Vergnüglich ging es nach der Pause „Nomen est Omen“ mit der schnellen „Vergnügungspolka“ von Johann Strauß weiter. Im Anschluss zur Filmmusik von „Forrest Gump“ kam Bewegung in die Halle, denn bei „Lollipop“, dem Hit-Klassiker aus den Fünfzigern, durfte mitgeschnippt werden und der Chor glänzte stilecht in weiß auf schwarz gepunkteten Petticoats. Dass die Blaskapelle auch auf härtere Klänge steht, ist kein Geheimnis, und so gab man am Ende beim Bon-Jovi-Medley noch einmal richtig Gas, bis die Stimmung kochte.

Weitere Aufführungen des Frühjahrskonzerts finden am Freitag/Samstag, 18./19. März, jeweils um 20 Uhr statt. Eintrittskarten gibt es für neun Euro (ermäßigt fünf Euro) an der Abendkasse oder auch im Vorverkauf bei der RWG Raiffeisen-Waren Isen.

Albert Zimmerer

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