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Viel Leinen auf dem Markt: Die zahlreichen Besucher kamen voll auf ihre Kosten.

10. Leinenmarkt in Isen

Alles Natur, alles handgemacht

Zum zehnten Mal hat der Leinenmarkt in Isen stattgefunden. Veranstalterin Anneli Lipfert hat es auch beim Jubiläum wieder geschafft, viele Aussteller nach Isen zu holen, die ausgesucht schöne Dinge anbieten.

Isen Zwei Tage lang geht es immer beim Leinenmarkt im und um das Gasthaus Klement rund. Ob edles Leinen, Wolle oder bunte Baumwollstoffe, Glas, Papier, Holz, Leder oder Stein: Auswahlkriterium für Veranstalterin Anneli Lipfert ist es, dass Naturmaterialien für die handgemachten Produkte verwendet werden.

Keine Grenzen sind bei der Originalität gesetzt. Beim Leinenmarkt finden sich neben gefilzten Täschchen für das Trendspielzeug Fidget-Spinner auch Dirndl, bei denen Totenköpfe auf dem Mieder prangen oder die, verziert mit viel schwarzer Spitze, die Herzen von Gothic-Girls höherschlagen lassen.

Ganz besondere Trophäen hängen auf der Galerie, wo jährlich die Landkreisjäger echte Trophäen ausstellen, am Stand von Craftwerk-Arts. Die junge Designerin Nicole Maushake aus der Hallertau fertigt Trophäenköpfe aus Filz. In Isen dabei: Johann Leopold Freiherr von Unterholz, ein distinguierter Rehbock mit Kneifer und Hirschhornknöpfen am Lodenrevers sowie die Musiker-Hasen David Bowie, Prince und Amy Winehouse. Gedacht sind die Köpfe in erster Linie als Sammelobjekte für Menschen, die Sinn für den hintergründigen und etwas abgefahrenen Humor der jungen Designerin besitzen. „Das Reh-Brautpaar ist zum Beispiel ein tolles Hochzeitgeschenk“, sagt die Designerin. Wer rechtzeitig vorbestellt, kann es sogar in individualisierter Ausführung samt Vollbart des realen Bräutigams und Haarfarbe der Braut erwerben.

Ganz traditionell, aber nicht weniger detailverliebt, geht es ein paar Schritte weiter bei Anneliese Wonneberger und ihren handgenähten Teddybären zu. Immer wieder dabei und immer wieder originell: Bärbel Hefter mit ihren originellen Pappmaschee-Figuren. Zum ersten Mal stellt Joyce El Allam aus. Ihre aus Baumwollseilen gefertigten Körbe überzeugen durch funktionale Reduktion und Schlichtheit.

Insgesamt bieten 56 Aussteller ihre Produkte an, darunter auch Schmankerl wie Tees, Marmelade und Tiroler Speck Die Vielfalt und das tolle Publikum machen für Ausstellerin Christine Zock den besonderen Reiz des Leinenmarktes aus. Die Goldschmiedin, die in Putzbrunn eine Werkstatt besitzt, offeriert Silber- und Goldschmuck und lässt sich viel Zeit für die Beratung ihrer Kunden. Bei ihr erfährt die Standbesucherin nicht nur, wann Zock 700er und wann 900er Gold für die Schmuckstücke verwendet. Sie geht auch darauf ein, welches Material am besten zum Hauttyp der Kundin passt.

Leinenmarkt in Isen: Die schönsten Bilder 

Breit ist die Palette auch bei den Textilien: mal puristisch bei Weberin Claudia Kölling, mal verspielt bei Anneli Lipfert. Auch wenn sich an der Organisation des Marktes in den nächsten Jahren etwas ändern wird, die Vielfalt mit dem Schwerpunkt Naturtextilien und die Mischung aus altbekannten und neuen Ausstellern soll bleiben. Wie Lipfert bei der Eröffnung durch Vizebürgermeisterin Eva Pfennig betonte, will sie sich mittelfristig aus der Organisation zurückziehen und nur noch beratend tätig bleiben. Den Markt ganz aufgeben will allerdings Lipfert nicht. Dazu sei er ihr viel zu sehr ans Herz gewachsen, verriet sie. Der gute Draht zur Kommune, das familiäre Verhältnis zum Gastwirtsehepaar Dana und Thomas Klement sowie die oft jahrelangen guten Beziehungen zu den Ausstellern seien für sie ausschlaggebend für die insgesamt sehr gute Marktatmosphäre. „Allerdings bin ich jetzt so weit, dass ich die Tage nur wegen der Gelassenheit meines Mannes und Rescue-Tropfen von Dana Klement überstehe“, sagte sie lachend.

Auch der Markt Isen ist bemüht, sich das Aushängeschild Leinenmarkt zu erhalten: „Wir sind froh, dass Anneli Lipfert trotz anfänglicher Schwierigkeiten nicht aufgegeben hat“, sagte Pfennig. Seien in der Vergangenheit – Isen besitzt seit 1436 Marktrecht – die Leute vom Land zu den Märkten gekommen, kämen die Besucher bei Leinenmarkt und Lichterfest aus der Stadt und vom Land.

Anne Huber

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