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Kooperation mit Deutscher Glasfaser GmbH 

Auch Isen sagt Ja zum Turbo-Internet

Auch die Bürger in Isen und Burgrain könnten bald schnell im Internet unterwegs sein.

Isen Möglich machen soll das ein Angebot der Deutschen Glasfaser (DG), ein privater Investor, der ein Glasfasernetz in Konkurrenz zu den Kupferkabeln der Telekom verlegen will.

1,5 Milliarden stellt die Unternehmensgruppe in Deutschland dafür zur Verfügung. Im Landkreis Erding hat sie neben Isen auch Finsing, Forstern, Neuching, Berglern und Pastetten im Blick (wir berichteten). Am Dienstag stellte Arnold Dietrich das DG-Projekt im Isener Gemeinderat vor.

„Die vorläufige Planung der Deutschen Glasfaser betrifft die Ortsteile Isen und Burgrain“, erklärte Bürgermeister Siegfried Fischer. Dort entstand in den vergangenen Jahren mithilfe des Bayerischen Förderprogramms ein Kupfernetz der Telekom, das derzeit eine Geschwindigkeit von 30 bis 50 Mbit pro Sekunde ermöglicht. Isen-Nord und Westach/Steinspoint im zweiten Abschnitt könnten über die Breitband-Förderung Glasfaser bis ins Gebäude bekommen. Hier seien die Arbeiten zwar abgeschlossen, aber technisch von der Telekom noch nicht umgesetzt.

Für den dritten Abschnitt mit den noch nicht berücksichtigen Ortsteilen läuft die Ausschreibung. Auch hier sind überwiegend Glasfaser vorgesehen. „Wenn der dritte Abschnitt so wie geplant realisiert wird, sind die meisten Außenbereiche mit Glasfaser versorgt“, sagte Fischer. „Die Hauptorte, wo die meisten Menschen wohnen, müssen jedoch für einen langen Zeitraum mit dem vergleichweise langsamen Kupferkabel Vorlieb nehmen.“ Derzeit sei nicht absehbar, ob und wann Bund oder Freistaat Förderprogramme für eine mehrfach angekündigte Gigabit-Offensive auflegen. „Daher ist das Angebot der Deutschen Glasfaser ernsthaft zu prüfen“, so Fischer.

Dietrich erklärte, dass nach Abschluss der Arbeiten ein paralleles Netz im Boden liege. Der Kunde könne zwischen Glasfaser und Kupfer wählen. Zudem sei das Glasfasernetz der DG für andere Anbieter offen. Er rechne damit, dass diese die Struktur nutzen werden. Für die Realisierung müssten allerdings 40 Prozent aller möglichen Grundstücke angeschlossen werden. In der Werbungsphase sei der Anschluss für die Hauseigentümer kostenlos. Wer sich erst danach entscheidet, zahlt 750 Euro.

Für das weitere Vorgehen wünscht sich der Investor einen Kooperationsvertrag mit der Gemeinde. „40 Prozent der Hauseigentümer für einen Anschluss zu überzeugen, schaffen wir nur, wenn wir mit der Gemeindeverwaltung zusammenarbeiten“, so Dietrich. Es gehe dabei auch um den Standort einer etwa garagengroßen Verteilerstation auf Gemeindegebiet und den Erwerb bereits vorhandener Leerrohre.

Die Räte stimmten geschlossen dafür, dass der Kooperationsvertrag weiter erarbeitet werden soll. Zudem soll die DG „ernsthaft prüfen“, inwieweit weitere Gemeindeteile durch Glasfasertechnologie erschlossen werden können.henry dinger

Rubriklistenbild: © dpa / Guido Kirchner

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