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Der Roman „Die Flügel der Nike“ spielt auch in Isen. Autorin ist Petra Lange. 

Autorin Petra Lange

Schauplatz Isen

Im Isener Heimatmuseum hat Petra Lange ihren Roman „Die Flügel der Nike“ vorgestellt. Ein Schauplatz des Buches ist neben München, Berlin und Rügen auch der Markt Isen.

Isen – Im ersten Roman der Münchnerin geht es nicht nur um den in Isen geborenen Bildhauer Max Heilmaier und seinen schöpferischen Anteil am Münchner Friedensengel. In dem 2017 veröffentlichten Buch schildert Lange auch eine komplizierte Bruder-Schwester-Beziehung und geht auf die Frage von Schuld und Verrat ein.

In mehreren Ebenen erzählt die Autorin Episoden aus dem Leben des Bildhauers und seiner fiktiven Ururenkel Michael und Irene. Die Zeit der Entstehung des Friedensdenkmals, das im Juli 1899 fertiggestellt wurde, lässt sie in Briefen des Bildhauers an seinen Vater Matthias lebendig werden.

Matthias Heilmaier war von 1867 bis 1876 Bürgermeister in Isen und betrieb in der Münchner Straße einen Kaufmannsladen. Von seinen 13 Kindern brachten es zwei zu größerer Bekanntheit: Neben Max, der an der Kunstakademie studierte und in Isen Werke wie die Eirene oder das Kriegerdenkmal am Marktplatz schuf, war das Ludwig Heilmaier. Der Priester betrieb heimatkundliche Forschungen und hinterließ eine Reihe von Werken über das Kollegiatstift und den Markt Isen sowie die Herrschaft Burgrain.

Langes Interesse am historischen Gegenstand geht darauf zurück, dass die Autorin mit Max Heilmaier verwandt ist. Ihre Ururgroßmutter war eine Schwester des Bildhauers. Dass der Mitschöpfer des Münchner Friedensengels zu ihrer Familie gehört, habe sie lange nicht gewusst, erzählt Lange. Erst als ein Onkel ihr die Familienchronik von Ludwig Heilmaier überlassen habe, habe „der Funke gezündet“.

Schwierig sei der historische Teil des Romans gewesen, dafür habe sie Daten und Fakten zusammengetragen und Quellen studiert. Bei den Kapiteln über Heilmaiers fiktiven Ururenkel wurde Lange von Restaurator Claus Haller unterstützt. Haller, der mit seiner Frau Petra in Loipfing bei Isen lebt, hat nicht nur die Galvonoplastik Eirene, sondern auch den Friedensengel restauriert. Im Buch restauriert Michael die Flügel des Friedensengels, der, wie Lange betont, eine Nike, also eine Siegesgöttin, sei.

Erschienen ist das Buch im Salon Literatur-Verlag, der in München ansässig ist. Weil der gelernten Bürokauffrau das Schreiben großen Spaß macht, arbeitet sie an einem weiteren Roman. Ihr zweites Buch habe deutliche autobiografische Bezüge. Es schildert die Geschichte von ihr und einer Freundin, die sie nach der gemeinsamen Kindheit im Waisenhaus aus den Augen verliert und nach der sie sich auf die Suche macht. Lange ist, wie sie sagt, als Vollwaise auf der Suche nach Wurzeln und Identität:. „Das Familienthema ist für mich privat und als Autorin ganz wichtig.“

Anne Huber

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