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Die Tage dieses alten Gebäudes am Altwegring sind gezählt. Der Bildstock allerdings wird erhalten bleiben. 

Am Altwegring

Bauträger schafft mehr Wohnungen für Isen

Isen – Mit einer Änderung des Bebauungsplans „Isen-Süd“ macht der Marktgemeinderat Isen den Weg für neue Wohnbebauung am Altwegring frei.

Das alte Gebäude wird abgerissen, das knapp 4500 Quadratmeter große Grundstück soll mit einem Mehrfamilienhaus sowie je zwei Einzel- und Doppelhäusern bebaut werden.

„Wir brauchen Wohnungen“, sagte Bürgermeister Siegfried Fischer (FW). Da die Gemeinde nicht in der Lage sei, Mietwohnraum im Rahmen eines Kommunalen Wohnungsbauprogramms zu errichten, bewertete er die Pläne des Bauträgers positiv, im Norden des Grundstücks ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und Tiefgarage zu errichten.

In diesem Bereich sieht die Planung des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München besondere Immissionsschutzmaßnahmen vor. So soll im Osten eine neun Meter lange und mindestens drei Meter hohe Lärmschutzwand dafür sorgen, dass keine Geräuschbelästigung durch das benachbarte Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr entsteht. Im Süden des Gebäudes wird aus diesem Grund eine weitere, zwei Meter lange Lärmschutzwand errichtet.

Erschlossen wird das gesamte Neubaugebiet über den Altwegring. Die für die Doppel- und Einzelhäuser erforderlichen Stellplätze können über Wohnwege angefahren werden.

Der ursprüngliche Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1986 und sieht eine Bebauung mit vier Baukörpern auf jeweils um die 1000 Quadratmeter großen Einzelgrundstücken vor. „Das entspricht nicht mehr den Vorstellungen eines flächensparenden, verdichteten Bauens im Innenbereich“, sagte Verwaltungsleiter Werner Christofori. So sei 1987 die Bodenschutzklausel in das Baugesetzbuch aufgenommen worden, die durch die Baugesetzbuchnovelle aus dem Jahr 2013 weitere Stärkung erfahren hat. „Der klassische Fall einer Nachverdichtung“ mache keine Flächennutzungsplanänderung notwendig, sondern könne im beschleunigten Verfahren abgewickelt werden, erläuterte Christofori.

Die Frage, wie die Kommune mit der zunehmenden Verkehrsbelastung am Altwegring und in der Steinlandstraße umgehen wolle, stellte Gemeinderat Florian Geiger (Grüne). Bereits jetzt machen sich Anlieger Sorgen um die Sicherheit der Schulkinder, unter anderem weil in der Steinlandstraße zu schnell gefahren werde. „Das ist ein Punkt, der uns bekannt ist, wir sind dabei, in dieser prekären Ecke etwas zu machen“, sagte der Bürgermeister. So sei zunächst ein durch Schulweghelfer gesicherter Überweg in Höhe des Altwegringes angedacht. Längerfristig wolle man im Süden eine „richtige Querung“ verwirklichen, durch die ein Anschluss an die Manhart- und damit die Haager Straße erreicht werden kann. „Wir bitten zu bedenken, dass es sich bei der Steinlandstraße um eine Kreisstraße handelt und wir nicht viel tun können“, sagte Fischer. 

Anne Huber

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