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Klartext gesprochen hat der Vorsitzender des Imkervereins Landshut, Barthl Frey beim Isener Bienenzuchtverein.

Intensive landwirtschaft

Bienen haben es immer schwerer

Die intensive Landwirtschaft ist mitverantwortlich für den Rückgang der Artevielfalt.

Isen – Vor allem die Bienen litten unter den negativen Auswirkungen, unter anderem durch ein reduziertes Nahrungsangebot und Pflanzenschutzmitteln. Das hat Barthl Frey, Vorsitzender und Fachwart beim Imkerverein Landshut und Umgebung, in seinem Referat beim Isener Bienenzuchtverein betont. Dennoch warnte der Referent davor, Bauern zu stigmatisieren. Vielmehr müsse man gemeinsam nach Lösungen suchen.

Verachtungswürdig seien die Pestizid-Lobby und eine latente „Geldgeilheit“. Eine weitere Beeinträchtigung für die Bienen käme durch den Klimawandel, der die Winterbienen zum Ausschwärmen verleite, was ihre Widerstandskraft schwäche, konstatierte der Fachwart.

Frey zeigte auch verschiedene Wege zur Varroa-Bekämpfung auf und machte deutlich, dass der Imker heutzutage mehr gefordert sei als früher. Vor allem die vielen Neu-Imker sollten trotz aller Euphorie nicht auf den Rat erfahrener Bienenzüchter verzichten. In der Regel brächten sie ohne Unterstützung ihre Völker nicht über den zweiten Winter. Die Bekämpfung der schädlichen Milbe sei unumgänglich, auch wenn man in den letzten Jahren dabei nicht recht weiterkomme. Da die Varroa-Milbe alle vier Wochen ihren Bestand verdopple, sei der Imker in der Pflicht, nach jeder Behandlung eine Milbenzählung durchzuführen.

Von neuen Mitteln gegen Varroa, die auf den Markt drängten, wie Amitraz, riet der Referent ab. Seine Empfehlung lautet 50 Prozent Jungvölker und bei starkem Befall eine Brutentnahme.  az

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