Künstlerische Oase: In Elfie Bachschneiders Garten gibt es Bilder, soweit das Auge reicht. Foto: Zimmerer

Bachschneiders „Engel für den Weltfrieden“

Bilder in Acryl mit Weihwasser

Isen - Auch hierzulande haben immer mehr Menschen Angst vor Krieg und Terror. Und viele wissen nicht, wie damit umzugehen ist. Elfie Bachschneider bietet eine ungewöhnliche Lösung an.

Die freischaffende Künstlerin aus Fahrnbach bei Isen malt Engel als Mosaikbilder und nennt sie „Engel für den Weltfrieden“. In die Acrylfarben hat sie Weihwasser gerührt und die fertigen Werke in Altötting segnen lassen. Bachschneider ist von der schützenden Wirkung überzeugt. Das habe nichts mit Esoterik zu tun, eher mit ihrem tief verwurzelten Glauben.

Zur Mosaikmalerei wurde sie durch die Glasmalerei bei Kirchenfenstern inspiriert. Vor allem die englischen Kathedralen hätten es ihr angetan, erzählt sie. Sie male in keinem festen Rhythmus, gesteht die 53-jährige Künstlerin, aber das letzte Dreivierteljahr sei mit 100 Bildern besonders produktiv gewesen.

Neben Engeln sind hauptsächlich Blumen als Motiv auszumachen. Die Mosaikmalerei stellt bei Elfielon, wie sich Bachschneider selber nennt, nur eine von vielen Schaffensperioden dar. So zählen neben reliefartigen Strukturbildern, abstrakten Energiebildern und Stillleben, auch Kupfer-Kollagen, bemalte Schilder und witzige Skulpturen zu ihren Werken.

2003 entschloss sich das Multitalent, ihr Hobby zum Beruf zu machen und hat seitdem unzählige Ausstellungen bereichert. Zuvor arbeitete die gelernte Backwarenverkäuferin als Floristin, Hutverkäuferin und Gebrauchtwagen-Aufbereiterin. Ihr künstlerisches Können hat sich Bachschneider autodidaktisch erarbeitet und es bei Seminaren weiterentwickelt. Lehrreich waren auch Studienreisen durch ganz Europa, wobei sie von Schottland am meisten beeindruckt war.

Die vielen Blumenschilder und Bilder in ihrem Garten, die sogar ihren Hühnerstall zieren, sind schon von Weitem auszumachen, und die Nachbarschaft freut sich an trüben Wintertagen über die Bachschneider‘schen Farbtupfer.

Vieles entspringe einer ureigenen Naturverbundenheit, die nicht von ungefähr komm, sagt sie. In Fahrnbach wurde Elfielon nämlich in eine Idylle hineingeboren, wo ihr täglicher Morgenspaziergang in gleich nebenan gelegenen Wald führt. Hier geht sie auch einem ihrer vielen Hobbys nach, der Naturfotografie. Die Schwammerl werden bei ihr nicht abgeschnitten, sondern nur digital festgehalten. Eher untypisch ist ihr Hobby Lastwagenfahren, das sie im Moosacher Trucker-Club betreibt. Schon als Kind habe sie nie mit Puppen gespielt, ergänzt Bachschneider beinahe rechtfertigend.

„Zeit für Kunst“ heißt Elfielons Motto und ist zugleich eine Aufforderung an alle, sich einen Ruck zu geben und sich einmal mit Kunst auseinanderzusetzen. Wer Bachschneiders Werke besichtigen und erwerben will, kann dies jederzeit in ihrem Haus tun, das Atelier, Galerie und Wohnraum in einem ist. Eine telefonische Anfrage unter (0 81 24) 52 75 66 genügt. Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.kunstgalerie-elfielon.de.

Albert Zimmerer

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