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Spielten auf den Punkt genau: die 70 Musiker der Isener Blaskapelle. Dirigentin Regina Gaigl gab den Ton an. Lukas Fichtner (r.) glänzte als Dieter Thomas Heck. 

Blaskapelle Isen

Gesamtkunstwerk und Familienfest

Mit einem gewohnt abwechslungsreichen Programm begeisterte die Blaskapelle Isen ihr Publikum mit ihrem Frühlingskonzert in der Schulturnhalle. Das Konzert wird morgen und am Samstag nochmals aufgeführt.

Isen – Das Frühjahrskonzert der Isener Blaskapelle zeichnete sich erneut durch seine Mischung aus. Denn es war sowohl ein Familienfest, als auch ein Gesamtkunstwerk. Neben Gänsehautmomenten und Glücksgefühlen kam auch die Gaudi nicht zu kurz.

Wie es Dirigentin Regina Gaigl schaffte, das 70 Musiker umfassende Orchester auf den Punkt zu bringen, bleibt ihr Geheimnis. Verraten wurde nur, dass es sich beim ersten Stück um die Lieblingspolka der anderen Regina, der Vorsitzenden Regina Kellner, handelte. Während bei diesem Stück von Martin Scharnagl noch rücksichtsvoll „Von Freund zu Freund“ musiziert wurde, löste man sich bei „Vorhang auf“ von Alfred Reed von allen Fesseln. Das Orchester präsentierte unterschiedliche Häppchen – aber vom Feinsten.

„Der Nussknacker“ von Tschaikowski war so vielschichtig arrangiert, dass die Streicher aus dem Original keinem fehlten und die zwei Fagotte wunderschön zur Geltung kamen. Beeindruckend war, wie die Posaunen von hinten Druck machten und vom Klarinetten- und Querflöten-Teppich vorne abgefedert wurden. Mit Witz und Charme führten Gerti Jell und Conférencier-Neuentdeckung Lukas Fichtner durch das zweistündige Programm.

Passend zum Nachfolgestück „Acclamations“ von Ed Huckeby erklärte Fichtner seinen Klatsch-Rhythmus und erntete Szenenapplaus. Mit „The King“ Elvis Presley und dem gut zusammengestellten Medley „Viva Las Vegas“ ging es in die Pause.

Der zweite Teil begann mit einem Wettstreit der Register. Während die Schlagzeuger Thomas Bauer, Stefan Heller, Josef Hofmann und Martin Nußrainer beim Solotrommlermarsch von Ernst Mosch ihre Stöcke fliegen ließen, entlockten Goldmädl Carina Kellner, Regina Gaigl, Michael Feuerer und Sebastian Scheibner ihren Klarinetten bei „Clarinet Candy“ von Leroy Anderson süße Melodien.

Das rhythmisch anspruchsvollste Stück war die Filmmelodie zu Star Wars. Darth Vader tauchte dazu schwer atmend auf der Riesenleinwand auf, um sich im Isener Lagerhaus ein neues Laserschwert zu besorgen. Nach dem viel umjubelten „Fix You“ von Coldplay, das Regina Kellner für Chorgesang arrangiert hatte, kam es zum Schlagerfinale. Dieter Thomas Heck alias Lukas Fichtner ließ die ZDF-Hitparade von Udo Jürgens bis Helene Fischer Revue passieren, vom Orchester schwungvoll umgesetzt.

Das Frühjahrskonzert sei jedes Mal anders, schwärmte eine Zuschauerin, „aber jedes Mal gefällt es mir.“

Weitere Aufführungen

finden am Freitag und Samstag, 7. und 8. April, jeweils um 20 Uhr statt.

Albert Zimmerer

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