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Ehepaar entwickelt Alternative zum digitalen Impfnachweis - Lösung gerade für Ältere?

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Von: Hans Moritz

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Handlich und immer parat: Georgiy Mai zeigt die Corona-Impfkarte.
Handlich und immer parat: Georgiy Mai zeigt die Corona-Impfkarte. © Privat

Der Impfpass ist zum täglichen Begleiter geworden, in der Regel als digitalisierter Corona-Impfnachweis auf dem Handy. Dazu hat ein Isener Ehepaar nun eine Alternative entwickelt.

Isen – Seine Erfinder sind Georgiy und Tanja Mai. Der 36-Jährige hat nicht nur eine Werbeagentur und ist Dozent an der Medien-Hochschule in München. Im Auftrag des Amtsgerichts ist er auch als Betreuer tätig. Von daher kennt er das Problem, dass Ältere und Demente nicht immer ihren Impfnachweis zur Hand haben beziehungsweise gar kein Smartphone besitzen.

Corona-Karte für Geldbeutel: Alternative zum digitalen Impfnachweis

Auf die Idee waren die beiden aber auch in der Freizeit gekommen. „Man ist einen Tag beim Skifahren, es ist kalt, entsprechend schnell verliert der Handy-Akku an Ladung. Und wenn man dann abends noch auf die Hütte will, ist er leer – und man muss draußen bleiben, weil man seine Impfung nicht nachweisen kann“, erzählt der 36-Jährige. Oder: „Nicht immer will man das Handy im Sommer mit an den See oder ins Freibad nehmen, das gelbe Impfheft aber auch nicht.“

Alternative zum digitalen Corona-Impfnachweis: QR-Code auf Karte übertragbar

Die Corona-Karte kann man indes einfach in den Geldbeutel stecken. „Geladen“ wird sie, indem Mai den QR-Code, den man bei jeder Corona-Impfung enthält und der so individuell ist wie in Fingerabdruck, ausliest und auf die Karte überträgt. Die kann dann wie etwa die Corona-WarnApp vorgelegt und gescannt werden. Die Karte ist nach Aussage ihrer Erfinder europaweit gültig, wie der Green Pass, der etwa in Italien weit verbreitet ist.

Corona-Karte für den Geldbeutel: Alternative auch für Firmen

Die Mais richten sich nicht nur an Privatpersonen, sondern auch an Firmen. „Es gibt die Möglichkeit, das Firmenlogo auf die Karte zu drucken und sie so allen Mitarbeitern etwa als Zuckerl zur Impfung dazuzugeben.“

Die Erstkarte kostet 8,95 Euro. Es können aber keine weiteren Impfungen nachgetragen werden, gibt der Designer zu. Dafür ist die Zweitkarte für 6,95 Euro erhältlich. Zum Aufladen braucht er die bei der Impfung ausgegebenen QR-Codes.  

Mehr Infos: www.coronakarte.eu

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