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Diakon Tobias Prinzhorn (stehend) informierte in seiner Heimatpfarrei Pemmering die Gläubigen über seinen Weg zum Priesteramt.

Pfarrei Pemmering

Der Weg von Diakon Prinzhorn zum Priester

Mittbach – Der Pfarrei Pemmering steht ein großer Tag bevor. Am 25. Juni wird Diakon Tobias Prinzhorn in seiner Heimatpfarrei zum Priester geweiht. Der 37-jährige ist ein Spätberufener für das Priesteramt.

Was jemand bewegt, seinen Beruf aufzugeben um Priester zu werden, darüber berichtete der Diakon vor etwa 120 Pfarrangehörigen im Gasthaus Pointner in Pemmring. Seine Berufung zum Priesteramt ist laut Prinzhorn nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen. Viele Jahre habe es gedauert, in denen immer wieder neue Anstöße dazu gekommen seien. Obwohl er mit gut zwanzig Jahren schon einmal den Beschluss gefasst hatte, nicht Priester zu werden, habe ihn der Gedanke dazu in all seinen Berufsjahren nicht losgelassen Nach vielen Gesprächen in der Familie und mit Geistlichen habe er sich dann im Alter von 29 Jahren nach Abschluss seiner Meisterprüfung zum Eintritt in das Priesterseminar entschlossen.

Prinzhorn erzählte, dass ihm beim Beginn des Studiums so manches Fach wie etwa Philosophie fragwürdig erschien. Doch im Laufe des Studiums habe sich ihm mehr und mehr die Bedeutung eines jeden Studienfaches erschlossen. Zu den wichtigsten Fächern gehörten sicherlich die Fundamentaltheologie und die Dogmatik, in denen die grundlegenden Dinge des christlichen Glaubens gelehrt werden.

Bedeutsam seien auch die biblischen Studien zur Aus- und Darlegung der Bibel. Das Studium der Kirchengeschichte helfe, aktuelle kirchliche Ereignisse und neue theologische Ansätze in die Tradition der Kirche einzuordnen. Aber allein theoretisches Wissen genüge nicht, um den Priesterberuf auszuüben. Auch die praktischen Fächer seien ein wichtiger Grundstock für das Auftreten und das Wirken in einer Pfarrei. So bilde die Liturgiewissenschaft eine wichtige Grundlage für die Feier der Gottesdienste, die Homiletik das Fundament für gutes Predigen und das persönliche Auftreten. In der Religionspädagogik bekomme man das Handwerkszeug, um den Glauben im Religionsunterricht schülergerecht weiterzugeben.

Nach dem Studium werden die Seminaristen durch das Leben im Priesterseminar auf das Leben als Geistliche vorbereitet und in das Stundengebet eingeführt. Aufmerksam verfolgten die zahlreichen Zuhörer die Ausführungen.  ar

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