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Zum Abschluss des Drehtags genehmigte sich Regisseur Marcus H. Rosenmüller bei Dana und Thomas Klement (v. l.) in Isen noch ein Bier. 

Dreharbeiten im Gasthof Klement 

Rosenmüller dreht in Isen

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Prominenter Besuch in Isen: Regisseur Marcus H. Rosenmüller drehte Teile eines neuen Kinofilms im Gasthof Klement.

Isen– Dass der Saal des Isener Gasthofs Klement hin und wieder für Dreharbeiten herhält, ist nicht ganz unbekannt. Berühmt ist unter anderem eine Szene aus der Serie „Irgendwie und Sowieso“, in der Ottfried Fischer als Sir Quickly eine ganze Palette Himbeerjoghurt verdrückt. Entstanden sind hier ebenfalls die Hochzeitsszenen aus „Der schönste Tag im Leben“ mit Martina Gedeck. Auch die Macher von „Forsthaus Falkenau“, „Der Alte“ und „Tatort“ hatten jeweils für einzelne Einstellungen den historischen Theatersaal als Kulisse im Blick, auch wenn dessen herrliches Art-Deko-Ambiente von den Requisiteuren auf das jeweilige Drehbuch angepasst wird.

Nun war ein Drehstab zu Gast, der Szenen für einen historischen Kinospielfilm mit dem Arbeitstitel „Trautmann“ in den Kasten gebracht hat. Er soll 2018 ins Kino kommen. Regisseur ist Marcus H. Rosenmüller, der unter anderem mit Filmen wie „Wer früher stirbt ist länger tot“ und „Sommer in Orange“ bekannt wurde.

Bei „Trautmann“ geht es um den Deutschen Bernd Trautmann, der kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in britische Kriegsgefangenschaft gerät. Zwölf Jahre später wird er zu Englands Fußballer des Jahres gewählt. Der Film handelt nicht nur von Lebensmut und Lebensfreude, sondern erzählt auch die Liebesgeschichte zwischen einem jungem Deutschen und einer schönen Engländerin. Die Hauptrollen spielen David Kross („Der Vorleser“, „Krabat“) und Freya Mavor.

Für dieses Szenario die Drehorte zu finden, war nicht leicht. Ein Teil des Films wurde in Nordirland gedreht, aber auch Bayern stand auf der Arbeitsliste der Produktionsfirma. Szenen entstanden unter anderem im Augsburger Rosenaustadion.

Für Robert Marciniak von der Lieblingsfilm GmbH war Isen ein Glücksgriff: „Wir haben den Klementsaal unter anderem gewählt, weil er historisch geblieben ist und nicht kaputt restauriert wurde. Er würde auch perfekt in eine englische Kleinstadt passen, und der Film spielt ja vorrangig in England“, erklärt der Produzent. Der Drehstab, der mit großem Equipment angereist kam, schaffte es, die Einstellungen im Gasthof Klement an nur einem Tag abzuarbeiten.

Kross und Rosenmüller haben die Dreharbeiten in der Marktgemeinde viel Spaß gemacht. „Ich war wirklich begeistert vom Gasthof und auch von der Herzlichkeit und der Gastfreundschaft der Besitzer“, sagt Rosenmüller. Er plane demnächst eine Lesung im Klementsaal.

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