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Zu Besuch beim Kollegen: Siglinde und Benedikt Pointner (r.) schauten zusammen mit Andreas Franzl (2. v. r.) am Stand von Albrecht Pausch (hinten) vorbei.

Messe „Finest Spirits“

Edelbrand und Haselnussgeist

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Sie gehören zu den besten Edelbrennern in Bayern: Andreas Franzl aus Oberkorb sowie Siglinde und Benedikt Pointner aus Pemmering bei Isen. Sie sind immer wieder auf der Suche nach etwas Neuem und blicken auch gerne über das eigene Schnapsglas hinaus.

Landkreis– Vor gut zwei Wochen waren die Pointners und Franzl noch auf der Grünen Woche in Berlin vertreten, am Gemeinschaftsstand des Landkreises Erding, jetzt waren sie bei der Finest Spirits in München. Bei der Spirituosenmesse im MVG Museum waren sie allerdings nicht als Aussteller, sondern als Besucher, wenn auch nicht als „gewöhnliche“.

So ist Franzl Vorsitzender des Verbands der südostbayerischen Obstbrenner, zuständig für die Regierungsbezirke Ober-, Niederbayern, Oberpfalz. Benedikt Pointner ist Vorsitzender des Verbands der Bayerischen Edelbrandsommeliers. Der Verband war heuer erstmals nicht mit einem eigenen Stand auf der Finest Spirits vertreten. „Es ist sehr aufwändig, einen eigenen Stand zu organisieren, außerdem sind mittlerweile einige Verbandsmitglieder mit einem eigenen Stand dabei“, erklärt Siglinde Pointner. „So eine Messe ist für uns auch wie eine Fortbildung“, sagt die Edelbrandsommeliere. Sitzt sie doch ebenso wie ihr Mann in der Landes-Prüfungskommission, „wo wir schauen, was die bayerischen Kleinbrenner so machen“. Bei diesen Qualitäts-Prüfungen werden nicht nur Edelbrände verkostet, sondern auch Produkte wie Gin oder Whiskey.

„Es ist wirklich interessant, hier Fachgespräche zu führen und Kollegen zu treffen“, ergänzt Benedikt Pointner. „Schön ist, dass man auf der Finest Spirits nicht nur die Großen findet, sondern dass sich hier auch die ganz kleinen Brenner präsentieren können.“ Was auffällig sei: „Es sind sehr viele junge Besucher hier.“ Und noch eine Entdeckung hat der Pemmeringer gemacht: „Edelbrände sind ganz klar im Kommen, und da sind ganz spannende Geschichten dabei.“ So zum Beispiel beim Bienenhof Pausch, der seinen Sitz in Scheyern hat. Firmenchef Albrecht Pausch, der früher in der Software-Branche tätig war und über die Imkerei zur Brennerei gekommen ist, kredenzt den Kollegen an seinem Stand Honigbrände und Quittensekt. „Das ist ganz was Besonderes, da gibt es noch nicht viele, die das machen“, weiß Siglinde Pointner.

Etwas Besonderes gibt es demnächst auch im Hause Pointner. „Unser erstes Bioprodukt, einen Haselnussgeist“, wie das Ehepaar stolz erzählt. Gleich in der Nachbarschaft gibt es eine Haselnussplantage mit Bio-Haselnüssen. „Wir haben dazu auch einen Bio-Sprit gekauft, und jetzt schauen wir, was es wird“, meinen die Pointners lachend. „Wir wollen den Leuten Qualität vermitteln und ihnen ganz einfach zeigen, wie gut regionale Produkte sind“, sagt Benedikt Pointner. „Und da spreche ich für alle unsere Edelbrenner.“

Bei der Finest Spirits waren heuer 100 Aussteller präsent, an den drei Messetagen kamen über 9000 Besucher. Kommendes Jahr findet sie am letzten Januar-Wochenende im MVG-Museum statt. Für Franzl und die Pointners ist klar: „Wir sind wieder dabei.“

Wolfgang Krzizok

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