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Bilanz gezogen hat Kommandant Josef Perzl bei der Feuerwehr Mittbach. 

Feuerwehr Mittbach

Eine Feuerwehr für drei Landkreise

Die 62 aktiven Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Mittbach mussten im vergangenen Jahr 25-mal ausrücken. Wie Kommandant Josef Perzl bei der Jahreshauptversammlung berichtete, waren unter den Einsätzen waren auch schwere Unfälle auf der B 12.

Von Anne Huber

Mittbach – Merkmal der Mittbacher Feuerwehr ist, dass sie Landkreis übergreifend tätig ist. Sie wird auch alarmiert, wenn in angrenzenden Gebieten der Landkreise Mühldorf und Ebersberg Hilfe benötigt wird. Neben 15 Technischen Hilfeleistungen war die Feuerwehr auch durch fünf Brände gefordert. „Übungen und Fortbildungen sind wichtig, damit alle Leute wieder gesund heimgehen“, stellte Kommandant Perzl die Bedeutung guter Vorbereitung für die Rettungskräfte heraus. Zusätzlich zu den 415 Einsatzstunden haben die Feuerwehrleute knapp 1000 Stunden für Übungen und Fortbildungen aufgewendet. Unter anderem haben die 21 Atemschutzgeräteträger den Umgang mit dem Pressluftatmer trainiert.

Daneben haben Mittbacher Feuerwehrleute an einer speziellen Schulung zur Transalpinen Ölleitung (TAL) teilgenommen, die das Gemeindegebiet quert. Fünf Feuerwehrleute haben die Modulare Truppausbildung absolviert, neun Mitglieder haben das Leistungsabzeichen THL abgelegt. Sieben Stunden hat Vizekommandant Christian Männer, der über eine spezielle Ausbildung verfügt, betroffene Feuerwehrleute psychosozial betreut.

Neben ihren vielfältigen Aufgaben hat die Mittbacher Feuerwehr Zeit gefunden, für die Primiz von Tobias Prinzhorn ein Sicherheitskonzept zu entwickeln und die Veranstaltung zu begleiten. Auch gesellschaftlich war die Feuerwehr aktiv. Vorsitzender Engelbert Perzl berichtete vom Faschingstreiben vor dem Feuerwehrhaus, das eine „Finanzspritze für den Verein“ darstelle. An den Volksfesteinzügen in Hohenlinden und Isen sowie an der Aktion saubere Landschaft hat die Feuerwehr Mittbach teilgenommen.

Auch neue Anschaffungen wurden geschultert: Um sicher brennbare Gase zu erkennen, wurde ein Vier-Gas-Spürgerät angeschafft, das auch Kohlenmonoxid misst. Sicherheit wird auch bei der persönlichen Ausrüstung groß geschrieben. So werden die alten Helme sukzessive durch neue Modelle ersetzt.

Auf den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses ging Bürgermeister Siegfried Fischer in seinem Grußwort ein. „Wir sind dabei“, sagte er zur Bauleitplanung. Bei der Planung der Stellplätze müsse die künftige Entwicklung Mittbachs und Pemmerings berücksichtigt werden. So könne ein dritter Stellplatz sinnvoll sein, obwohl er aktuell nicht gefördert werde. Die Bruttobaukosten für das neue Gerätehaus werden derzeit auf 1,6 Millionen Euro geschätzt. Fischer ging auch auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, der für Irritation bei der Isener Stützpunktwehr gesorgt hatte. Er werde die Entwurfsplanung in den nächsten Wochen mit den vier Kommandanten besprechen, kündigte er an. Dabei könnten Korrekturen angebracht werden.

Positiv beurteilte der Bürgermeister die Budgetierung der Ausgaben für die Ortsfeuerwehren, die die Finanzplanung der Kommune seit mehreren Jahren vorsieht. Die Feuerwehren wüssten dadurch, wie viel Geld ihnen zur Verfügung steht. „Das Vertrauen ist gerechtfertigt, die Kommandanten gehen gewissenhaft mit dem Geld um“, lobte er. Es gehe nicht um „Spielzeug“ für die Feuerwehrleute, wie Kritiker oft behaupten würden, sondern um nötige Anschaffungen. „Wenn diese Leute die Einsatzberichte hören würden, würden sie einen anderen Eindruck von der Feuerwehrarbeit kriegen“, sagte er. In den Freiwilligen Feuerwehren sah er die Möglichkeit, „dass sich junge Menschen für ihre Heimat verantwortlich fühlen“. Der Dienst in der Feuerwehr sei aber auch ein Hobby, „das Spaß und Freude“ machen solle.

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