Sangesfreudig sind die Frauen und Männer des Festchores Isen-Lengdorf. Gerne gehen sie zusammen auch auf Reisen. 

Festchor Isen-Lengdorf

„Einmaliger Auftritt“ dauert bis heute

Beim Gottesdienst der 1250-Jahrfeier des Marktes Isen hatte der Festchor Isen-Lengdorf seinen ersten Auftritt. Dass es ihn zwanzig Jahre später noch gibt, hatte Gründer und Dirigent Reiner Foh nicht vorgesehen.

Von Anne Huber

Isen – „Eigentlich sollte der Chor nur für das Fest 1250-Jahre Isen bestehen“, erinnert er sich Foh. Da er groß sein sollte – Foh hatte ursprünglich 200 Sänger und Sängerinnen im Sinn – schlug er bei den Isener Vereinen die Werbetrommel für sein Projekt. „Es sind dann tatsächlich 120 Leute geworden“, sagt Foh über den Anfang des Chors. Dass nach dem Festjahr weitergesungen wurde, hat für Anneliese Liebhardt, die seit Anhang an mit dabei war und von 1999 bis zum Frühjahr dieses Jahres den Verein geleitet hat, mit zwei Sachen zu tun. Zum einen habe es Foh verstanden, die Begeisterung für das Singen im Chor zu wecken. Zum anderen habe es damals in Isen keinen Chor für Frauen gegeben, Kirchenchor und dACor seinen erst später gegründet worden. „Ganz viele Frauen haben damals zu mir gesagt, mei, können wir das nicht weitermachen“, erzählt Liebhardt.

Offenbar gelang es den sangesfreudigen Damen ihren Dirigenten zu überzeugen. „War haben dann mit rund 50 Leuten weiter geprobt“, sagt Foh, der sich eigentlich auf die Isener Liedertafel, die er seit 1997 dirigistisch betreut, konzentrieren wollte. Auch später, sei aus gesundheitlichen Gründen er noch einmal „fest dran gewesen aufzuhören“, erzählt Foh. „Aber dann haben mich die Damen überredet, doch weiterzumachen“. Vermutlich hat es dem leidenschaftlichen Musiker aber einfach leidgetan, den Chor sich selbst zu überlassen. Denn aus „dem zusammengewürfelten Haufen, in dem viele keine Noten lesen konnten“ – wie Liebhardt die Anfänge beschreibt – war unter Fohs musikalischer Leitung ein Chor geworden, der mit viel Liebe bei der Sache war und der bei vielen Anlässen respektable Beiträge geleistet hatte. Dass es ohne Foh keinen Festchor mehr gäbe, davon ist Liebhardt überzeugt. „Wenn der Reiner aufhört, hör ich auch auf“, sei damals allgemeiner Tenor unter den Mitgliedern gewesen.

Noch immer sind 40 Sänger aktiv

Heute singen noch rund 40 Leute im Chor mit. Die öffentlichen Auftritte wurden zwar reduziert, so wird kein gemeinsames Weinfest mehr mit der Liedertafel veranstaltet und das beliebte Weihnachtskonzert findet nicht mehr statt. Die geselligen Anlässe und die Chorreise, die maßgeblich zum Wir-Gefühl des Chors beigetragen haben, werden aber immer noch gepflegt.

Liebhardt erinnert sich, dass nach spontanen Gesangseinlagen in einem Weinkeller, die Anfrage kam, ob der Chor zu engagieren sei. Inzwischen ist sie froh, die Vereinsgeschäfte an ihre Nachfolgerin Anneliese Fanger weitergegeben zu haben.

Ein wenig Sorgen macht ihr der Altersdurchschnitt der Sängerinnen und Sänger. „Damit haben andere Chöre viel größere Probleme“, sagt dazu Foh optimistisch. Auch dass er die vier Stimmen immer gut besetzen könne („bei den Tenören hapert’s ein bisschen, ist aber inzwischen auch ganz gut“) freut ihn.

Richtig begeistert ist Foh davon, dass Bürgermeister Siegfried Fischer bereit war, die Moderation des Jubiläumskonzerts an diesem Freitag zu übernehmen. Der erste Teil wird aus „boarischer Musi“ bestehen. Der zweite Teil ist dem Schlager gewidmet, dann werden Evergreens wie „Ach, ich hab in meinem Herzen“ oder „Caprifischer“ zu Gehör gebracht. Für Vielfalt sorgen die Liedertafel und die Westacher Sänger. Als besonders Schmankerl erwartet die Besucher der Auftritt eines Dreigesangs, der aus Anneliese Fanger, Barbara Gründl und Rosa Platzer besteht.

Das Jubiläumskonzert

des Festchores Isen-Lengdorf findet an diesem Freitag, 27. Oktober, um 20 Uhr im Isener Klementsaal statt. Der Eintritt ist frei.

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