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Rund 30 Meter breit sind d ie Arbeitsstreifen, in denen die Gasrohre verlegt werden. Stephan Zacherl, Projektleitung Leitungsbau bei Bayernets, steht hier bei Linden nahe Isen. Links im Bild ist die abgetragene Humusschicht zu sehen.

Erdgasfernleitung Monaco 

Die Pipeline ist im Anmarsch

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Von Finsing bis Burghausen wird sich die Erdgasfernleitung Monaco über 87 Kilometer schlängeln. Im Landkreis haben die Arbeiten begonnen.

Landkreis– Lehmige Schneisen ziehen sich durch die Landschaft. 30 Meter sind die erdigen Streifen breit, die derzeit im südlichen und östlichen Landkreis gegraben werden. Sie sind die ersten Vorboten für die neue Erdgasfernleitung Monaco, die der Münchner Konzern Bayernets baut.

Auf insgesamt 87 Kilometern führt die Pipeline von Burghausen (Landkreis Altötting) nach Finsing. 25 Kilometer davon werden im Boden des Erdinger Landkreises vergraben: Es geht durch die Gemeinden St. Wolfgang, Isen, Buch, Pastetten, Wörth, Forstern, Neuching, Ottenhofen und Finsing. Dort befindet sich ein großer Netzknoten. Der Spatenstich für das 200 Millionen Euro teure Megaprojekt erfolgte Mitte Mai in Kraiburg am Inn (Kreis Mühldorf).

Die bauvorbereitenden Maßnahmen laufen seit Herbst. „Aktuell tragen wir auf der Trasse die Humusschicht ab. So entstehen die 30 Meter breiten Arbeitsstreifen“, erklärt Diplom-Ingenieur Stephan Zacherl, Projektleiter Leitungsbau. In St. Wolfgang, Isen, Buch und Pastetten sind die Arbeiten bereits gestartet, nun folgen Forstern, Wörth, Neuching, Ottenhofen und Finsing.

Wo der Mutterboden abgetragen wurde und nun am Rand der Schneise lagert, sind die Archäologen am Werk. Im Anschluss wird die Leitung liniert, also so zurecht gebogen, dass sie sich dem Gelände anpasst. Die Gasrohre werden vor Ort verschweißt. Der Aushub wird gesondert vom Mutterboden auf dem Arbeitsstreifen gelagert, damit keine Bodenvermischung stattfindet – „eine logistische Herausforderung“, sagt Zacherl.

Im Anschluss legen sogenannte Seitenbaumraupen den Rohrstrang in den Graben. Die Arbeiten ziehen sich durch die Trasse „wie ein Tausendfüßler“. Nachdem der Rohrgraben mit mindestens 1,2 Meter Überdeckung wieder verfüllt ist, werden bis zu sechs Kilometer lange Abschnitte mit Wasser auf Dichtigkeit überprüft, bevor sie verbunden werden. Zum Schluss wird rekultiviert.

Im Sommer soll der Rohrbau starten, die Inbetriebnahme der Pipeline ist für Herbst 2018 geplant. „Das ist eine verhältnismäßig kurze Bauphase, wenn man die jahrelange Vorarbeit betrachtet“, sagt Bayernets-Sprecher Marc-Boris Rode.

Die Bayernets GmbH ist ein Gas-Spediteur: Sie transportiert Erdgas durch ein 1412 Kilometer langes Leitungsnetz in Bayern. Mit der neuen Pipeline sollen Netzstabilität und -flexibilität in Südbayern verbessert werden. „Sie soll den bestehenden und zukünftigen Gastransportbedarf sicherstellen“, sagt Rode. Durch die Baumaßnahme würden neue Transportwege und -kapazitäten geschaffen. So bindet man etwa österreichische Erdgasspeicher direkt an die Monaco an – und somit an das deutsche Netz.

„Natürlich sind Mensch und Umwelt von der Maßnahme betroffen. Aber wir versuchen, dies so gering wie möglich zu halten“, sagt Rode. Schon Jahre vor Beginn der Maßnahme habe man deshalb den Dialog mit den Beteiligten gesucht. Auch im Landkreis fanden Erörterungstermine statt, die freilich nicht sofort mit Begeisterung auf den Leitungsbau reagiert hätten. Die Termine seien jedoch „sehr sachlich“ verlaufen, versichert Zacherl.

Dass diese offensive Art der Öffentlichkeitsbeteiligung der richtige Weg war, davon sind die Bayernets-Vertreter überzeugt: „Wir haben auf der gesamten Trasse mit etlichen hundert Beteiligten im Planfeststellungsverfahren keine einzige Klage bekommen“, berichtet Zacherl.

Im Internet sind alle Infos zur Gasleitung zusammengefasst: monaco.bayernets.de

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