Lorenz Nußrainer †

Nachruf

Fleißig, bescheiden und hilfsbereit

Lorenz Nußrainer, der frühere Besitzer der Druckerei Nußrainer in Isen, ist gestorben. Auch wenn der 82-Jährige seit Jahren an einer schweren Krankheit litt, kam sein Tod für die Familie überraschend.

Isen – Nußrainers Leben war geprägt von Beruf, Familie und seinem großen Interesse für die Geschichte des Marktes Isen. Geschichte und Geschichten lebendig erhalten, das stand auch beim Isener Marktboten, den Nußrainer 1975 gegründet hat, an erster Stelle. Die Titelseite der monatlich erscheinenden Lokalzeitung war und ist regelmäßig Themen aus der Isener Vergangenheit gewidmet. Von Nußrainers großem Wissen um die Heimatgeschichte profitierte auch der Arbeitskreis für Heimatpflege und Kultur. Nicht nur dort wird man Nußrainer als freundlichen und hilfsbereiten Menschen in Erinnerung halten. „Mein Vater war kein Mensch, der im Mittelpunkt stehen wollte“, beschreibt Sohn Franz den Verstorbenen. Mitwirken und mithelfen, das konnte und wollte Nußrainer, auch ohne in der ersten Reihe zu stehen.

Aufgewachsen ist Nußrainer zwischen „Druckerpresse und Bleibuchstaben“, sagen seine Kinder. Im Elternhaus des Verstorbenen lebte nicht nur die Familie, hier führte der Vater auch seine Druckerei und einen Schreibwarenladen. Dass auch Nußrainer Schriftsetzer und Drucker werden würde, stand früh fest. 1962 übernahm er den väterlichen Betrieb, qualifizierte sich zum Meister und vergrößerte sukzessive die Druckerei. Wie schnelllebig Technik ist, erlebte Nußrainer durch das Aufkommen des Offset-Drucks. Die erlernten Handwerkstechniken musste er gegen die Arbeit mit Druckplatte und Offset-Druckmaschine eintauschen. Um auch digital mit der Zeit zu gehen, schaffte er Ende der 1980er Jahre den ersten Computer mit Satzprogramm an.

Während Nußrainer in der Druckerei stand, kümmerte sich Ehefrau Elfriede um den Schreibwarenladen. Dabei war dem Ehepaar, das im August 1960 geheiratet hat, stets wichtig, immer für die vier Kinder da zu sein. „Zu einem von beiden konnten wir immer kommen“, erinnert sich Sohn Franz. Nachdem dieser 1996 den Betrieb übernommen hat, hatte der Vater Zeit, gemeinsam mit Ehefrau Elfriede auf Reisen zu gehen oder sich an den zehn Enkeln zu erfreuen.

Vor fünf Jahren wurde klar, dass Nußrainer nicht mehr gesund werden würde. Anfang Mai ist er friedlich im Kreis seiner Familie gestorben. Der Sterberosenkranz findet am heutigen Freitag um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Zeno statt. Am morgigen Samstag ist um 10.30 Uhr Seelengottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Kirchenfriedhof.  ahu

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