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Volles Haus: Beim Isener Starkbierfest in der alten Turnhalle blieb kein Platz frei.

Starkbierfest Isen

Fortgeschrittene Dyskalkulie

Isen - Bruder Isenator hat den Isenern beim Starkbierfest kräftig die Leviten gelesen. Beherrschendes Thema der Fastenpredigt: die Erhöhung der Kanalgebühren.

Trotz konkurrierender Veranstaltungen war beim Isener Starkbierfest die Alte Turnhalle voll besetzt. Beherrschendes Thema der Fastenpredigt war die Erhöhung der Kanalgebühren. Dass diese gleich um 100 Prozent ausfiel, war für Bruder Isenator alias Rul Kellner keine Überraschung, da man in Isen mit Bürgermeister Siegfried Fischer einen „Mister Hundertprozent“ an den Hebeln habe. Die Rechenkünste der Gemeindeverwaltung und ihrer Berater stellte der Fastenprediger besonders in Frage. Jedem Schüler würde dafür „akute und fortgeschrittene Dyskalkulie“ attestiert. Ob sich die Berater bei ihrem Honorar auch verrechnet hätten, fragte sich Kellner augenzwinkernd und erntete dafür schallendes Gelächter.

Fastenprediger Bruder Isenator alias Rul Kellner.

Auch das neue Isen-Logo missfiel Bruder Isenator. Seine Meinung dazu: Das hätte jedes Kindergartenkind genauso gemalt und die Kosten in Höhe von 8000 Euro wären in Spielgeräte besser investiert gewesen. Die neue Pfahlbauweise im Überschwemmungsgebiet an der Isen legte für den Prediger die Vermutung nahe, dass bei einem „Hochwasser biblischen Ausmaßes“ die Holzhäuser als Arche Noah gleich bis nach Lengdorf gespült würden. Mit Verwunderung habe er den Blutspenden-Termin des BRK genau am Tag nach dem Isener Volksfest registriert, so Isenator. „Stellen sie sich vor, ein Veganer bekommt die Blutkonserve eines Iseners, der das Kesselfleischessen noch ernst nimmt!“

Auch die anstehende Primiz in Pemmering, die zeitgleich zum Volksfestsonntag mit Traktor-Oldtimer-Treff stattfindet, war Thema. Da die Primiz zur Bulldog-freien Zone erklärt wurde, hätten die umgeleiteten Traktor-Fahrer die einmalige Gelegenheit den Gemeinde-Außenbereich zu erkunden.

Sonderapplaus bekam Kurbe Niedermaier für seinem Sketch als „Nachtclubinhaber“ Martin Wegmaier. Als pflichtbewusster Wirt sei er auch für die Integration von Neubürgern zuständig, nach dem Motto: „Du kommt als Fremder und gehst als Freund.“

Zuvor hatte Isabella Czech als 2. Bürgermeisterin Eva Pfennig Isens neuen Gemeinde-Capo vorgestellt. Martin Mittermaier konnte als Franz Franzler zwar nicht die gewünschte Kanal-Hotline präsentieren, er verwies jedoch auf Rathauszimmer 001, wo der Mann mit der Lizenz für Blähungen sitzt. „Der ist für jeden Scheiß zuständig!“ Wie man sich in Zeiten hoher Kanalgebühren ernährt, erfuhr die Fastengemeinde von Czech: „Viel gekochte Eier, Bananen und Blockschokolade, sowie jeglicher Verzicht auf Sauerkraut.“

Albert Zimmerer

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